Erstmals wurde der Ort 1304 genannt, als die Kirche zu Levitzow errichtet wurde. Jördenstorf ist als deutsches Bauerndorf gegründet worden und wurde mit „Jordanstorp“ oder auch „Jordenstorpe“ bezeichnet, das Dorf des Jörn, Jürn, Jörg. In Jördensdorf bestanden fünf Bauernstellen und sieben Häusler. Weitere Bauernstellen gehörten dem Landesherren. Die Bauern hatten zu dieser Zeit zwar Abgaben zu entrichten, konnten vorerst aber noch relativ frei ihr Land bewirtschaften. Das änderte sich dann mit dem Erstarken des Rittertums und der Einführung der Erbuntertänigkeit und Leibeigenschaft von 1654 in Mecklenburg. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts lebten im Ort 16 Bauern, nach dem 30jährigen Krieg gab es noch 10 Familien im Ort. Am Ende des 19. Jahrhunderts vergrößerte sich Jördenstorf. Die Bauerngehöfte in Form von Dreiseitenhöfen lagen in der Ortsmitte um den Anger. Entlang der Straße nach Gnoien standen die neuen Büdnereien. Jetzt leben hier über 1000 Menschen. Das Ortsbild wird durch Neubauten bestimmt, die dem Ort den dörflichen Charakter nehmen. In der Ortsmitte stehen die Kirche und das Pfarrhaus.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Kirche ist ein Bauwerk aus Feld- und Backstein. Der Kastenchor als ältestes Bauteil ist aus Feldstein gemauert. Flacher Blendenschmuck ziert die östlichen Giebel des Chores und des Schiffes. Die Spitzbogenfenster am Schiff und am Chor sind schmal. Der kräftige Westturm hat ein Zeltdach. Die Kirche ist im Inneren reich mit Werken aus unterschiedlichen Zeiten ausgestattet. Am ältesten ist die schlichte Temperamalerei an der Innenseite der Holztür der Sakramentsnische. Die Darstellung des Christus gehört sicher zu den ältesten von Norddeutschland (vermutlich von 1228). Der Holzepitaph der Familie von Blücher ist vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts geschnitzt und 1710 übermalt worden. Die hölzerne Kanzel hat der Hochfürstliche Kammerdiener D. Trebbin zu Schlackendorf 1734 errichten lassen. Auch der Orgelprospekt stammt aus dieser Zeit. In der Kirche finden Konzerte mit der "Jördenstorfer Kantorei" im Sommer und zur Adventszeit statt.
Baustil/Bauweise: Gotik, Feldstein, Backstein
Öffnungszeiten:
Eine Kirchenbesichtigung ist möglich. Der Kirchenschlüssel kann im Pfarrhaus abgeholt werden.
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Jördenstorf, Pastor Dr. Daniel Havemann
Teterower Straße 10
17168 Jördenstorf
Telefon: 039977/ 3 03 56
Telefax: 039977/ 3 03 81
joerdenstorf@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/joerdenstorf.html
Erbaut wurde der eingeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach und Dreiecksgiebel 1754.
Baustil/Bauweise: Fachwerk, Backstein
Der Friedhofseingang besteht aus einem Tor und zwei kleineren Eingängen. Die wuchtigen Torpfeiler sind mit Backstein erbaut und tragen Zeltdächer. Ovale Blenden und Traufgesimse sind als einfaches Schmuckwerk eingesetzt.