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Gnoien

Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert als nördlichster Grenzort Mecklenburgs gegründet. Der erste schriftliche Nachweis stammt von 1257. Ältere Schreibweisen waren Gnoyen, Gnoygen, Gnoigen, Gnoghrn, Genugen. Die Erklärungen des Ortnamens sind nicht eindeutig. Eine Angabe erklärt den Namen als "Ort des Sumpfes". Das Städtchen war unter mecklenburgischer Herrschaft Sitz eines Domanialamtes und hatte dadurch Umlandfunktion, auch für das Darguner und Neukalener Gebiet. Bei der Stadtgründung wurden die Straßen in einem rechtwinkligen gitterförmigen Netz angelegt. Diese Struktur blieb im Altstadtkern bis in die Gegenwart erhalten. Schon bald erhielt Gnoien eine Stadtmauer. Zusätzlich gab das Flüsschen Warbel, das die Stadt auch heute noch an drei Seiten umfließt, einen natürlichen Schutz. Die Handelsstraße "Via regia" führte durch die Stadt und wirkte sich günstig für die Entwicklung des Handels und des Handwerkes aus. Das Schloss brannte 1522 ab. Der größte Brand der Stadtgeschichte zerstörte 1710 fast alle Häuser, so dass mittelalterliche Bausubstanz kaum erhalten blieb. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden ein- und zweistöckige Fachwerkhäuser, die in den nachfolgenden Zeiten häufig verändert wurden. Am Marktplatz stehen das Rathaus und das älteste Haus von Gnoien. Die Pfarrkirche war schon im 13. Jahrhundert angelegt worden. Im Altstadtkern trifft man auf schmale Kopfsteinpflasterstraßen und restaurierte Wohn- und Geschäftshäuser, von denen ein großer Teil unter Denkmalschutz steht. Die Windmühle, am Stadtrand gelegen, beherbergt jetzt eine Gaststätte.

Homepage: http://www.warbelstadt-gnoien.m-vp.de

Sehenswertes:

  • Kirche
  • Rathaus
  • Wasserturm
  • Windmühle

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadt Gnoien
Markt 11
17179 Gnoien
fon: 039971/ 1 20 65
fax: 039971/ 1 20 85
mail:
hp: http://www.warbelstadt-gnoien.m-vp.de

Kirche St. Marien Gnoien

Die Gnoiener St.-Marien-Kirche ist das älteste Gebäude der Stadt, welches viele Brände und kriegerische Verwüstungen überstanden hat. Der Baubeginn des frühgotischen Backsteinbaus setzte in der Mitte des 13. Jahrhunderts ein, als der zweijochige Chor errichtet wurde. Nachfolgend entstanden das Hallenlanghaus (Ende des 13. Jahrhunderts), die Gewölbe (Beginn 14. Jahrhundert) und der quadratische Westturm, dessen Westseite 1739 neu verblendet wurde. Bei Restaurierungsarbeiten in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Veränderungen vorgenommen: Erneuerung der Fenster außer der östlichen, Verstärkung der Strebepfeiler, Umbau der Südsakristei, Neubau der Nordvorhalle und des Südportals. Der Innenraum erhielt Ausmalungen und Holzgestühl im neugotischen Stil. Der gut erhaltene Marienaltar von 1510/1520 zählt zu den besonderen von Mecklenburg-Vorpommern. Dargestellt werden als zentrale Figur Maria mit Strahlenkranz und auf den Altar-Flügeln Szenen aus ihrem Leben. Die Orgel war 1859 in der Werkstatt des Mecklenburger Orgelbauers Lütkemüller gebaut worden. Sie konnte von 2000 bis 2004 restauriert werden. An der Südseite der Kirche finden sich Ritzzeichnungen einer ehemaligen Sonnenuhr.

Baustil/Bauweise: Gotik, Backstein

Öffnungszeiten:
Für Besichtigungen und Kirchenführungen wird um eine Anmeldung im Pfarramt gebeten.

Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gnoien, Propst Gottfried Frahm
Am Kirchenplatz 11
17179 Gnoien
Telefon: 039971/ 1 24 06
Telefax: 039971/ 1 24 06
gnoien@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/gnoien_wasdow.html

Pfarrhof mit Pfarrhaus und Scheune

Zum Pfarrhof gehören Nebengebäude, der Hof mit Walnussbaum und ein großer von Mauern eingefasster Garten. Er liegt gegenüber der Kirche.

Kontakt:
Am Kirchenplatz 10
17179 Gnoien

Rathaus Gnoien

Das Rathaus war auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus im Stil der Neu-Renaissance 1898 neu errichtet worden. Das Erdgeschoss erhielt einen geputzten Quader. Im Obergeschoss wurde Backstein verwendet. Nach ungefähr 100 Jahren erhielt das Haus eine notwendige Auffrischung und zeigt sich nun als Schmuckstück der Stadt. Ein Wappen verschönt die Vorderfront des Hauses. Das Rathaus ist Sitz der Stadtverwaltung und der Tourismus-Information.

Baustil/Bauweise: Neu-Renaissance

Kontakt:
Stadt Gnoien
Markt 11
17179 Gnoien
Telefon: 039971/ 1 20 65
Telefax: 039971/ 1 20 85
stadt.Gnoien@t-online.de
http://www.warbelstadt-gnoien.m-vp.de

Stadtwappen

An der Fassade des Rathauses ist das historische geteilte Wappen angebracht. Der halbe Stierkopf vertritt das Mecklenburger Land. Auf dem zweiten Feld befindet sich eine halbe Lilie, aus der ein dreiblättriges Kleeblatt wächst - das Symbol der Mutter Maria.

Windmühle Gnoien

Die Erdholländermühle war 1894 errichtet worden. Bis 1956 drehten sich ihre Flügel. Jetzt ist hier eine Gaststätte eingerichtet worden. Am letzten Wochenende im Juni findet hier das "Mühlenfest" statt.

Kontakt:
Gaststätte Windmühle
Koppelweg 5b
17179 Gnoien
Telefon: 039971/ 1 21 47

Wasserturm

Der 1913 erbaute Wasserturm, ein technisches Denkmal, soll Besuchern und Interessierten zugänglich gemacht werden.

Baustil/Bauweise: Backstein

Ehemaliges Großherzogliches Amtsgericht

1880 war das Gebäude als Amtsgericht im neuklassizistischen Stil gebaut worden. Nach 1945 erhielten hier Flüchtlinge Wohnungen. Nach Umbauten zog 1952 das Landambulatorium ein. Seit 1992 hat das Amt Gnoien hier seinen Sitz. Der zweistöckige Putzbau mit Mittelrisalit und zwei flachen Dreiecksgiebeln ist restauriert.

Baustil/Bauweise: Neuklassizismus, Putzbau

Kontakt:
Amt Gnoien
Teterower Straße 11a
17179 Gnoien
Telefon: 039971/ 1 82 10
Telefax: 039971/ 1 82 19
finke@amt-gnoien.de
http://www.amt-gnoien.de

Schule

Die noch heute genutzte Schule am Kirchenplatz war 1844 im Stil des Klassizismus errichtet worden.

Baustil/Bauweise: Klassizismus, Putzbau

Ehemaliges Gasthaus zur Börse

Hinter dem Rathaus fällt ein Fachwerkhaus auf, das älteste Gebäude der Stadt. Die Bezeichnung weist darauf hin, dass die Stadt das Recht besaß, Münzen zu schlagen.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Wohnhaus, Hintergebäude, ehemaliger Stall und Wirtschaftsgebäude

Die Durchfahrt an dem Wohnhaus und der ehemalige Stall mit einfachem Laubengang erinnern an die Zeiten, als in der Kleinbürgerstadt Ackerbau und Viehhaltung noch eine Bedeutung hatten.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Kontakt:
Friedensstraße 8
17179 Gnoien

Wohnhaus

In dem restaurierten Giebelhaus gibt es eine Gaststätte. Laut Wetterfahne war das Haus 1718 erbaut worden. Von 1774 bis 1950 befand sich in dem Haus eine Bäckerei.

Baustil/Bauweise: Putzbau

Kontakt:
Friedensstraße 48
17179 Gnoien

Apotheke mit Apothekergarten

Im Hof der Apotheke werden auf einer kleinen Fläche 90 verschiedene Pflanzen vorgestellt. Der Besucher erhält Informationen zu Wirk- und Inhaltsstoffen, zur Botanik und wissenswerten Eigenschaften der Pflanzen. Der Apothekergarten eröffnete im Sommer 2002 seine Pforten.

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.00-18.00, Sa 9.00-11.00, So nach Vereinbarung

Kontakt:
Diplompharmazeutin Marlene Noeske
Friedensstraße 41
17179 Gnoien

Alte Mühle

Über eine Wassermühle in Gnoien wurde schon 1289 in einer Verkaufsurkunde berichtet. In den nachfolgenden Jahrhunderten gab es im Zusammenhang mit Staurechten häufig Probleme mit einer ausreichenden Wasserversorgung der Mühle. Um 1800 wurde die Mühle Stadteigentum. 1855 erfolgte ein Neubau der Wassermühle. Nach einem Brand ließ der Pächter Julius Rothe eine Dampf- und Wassermühle errichten. Der Mühlenstandort als Industriedenkmal verfällt leider.

Baustil/Bauweise: Barock

Alte Mühle, Giebelhaus

Auch das Giebelhaus mit der Jahreszahl 1823 in einfacher neubarocker Formengebung hat keine Zukunft mehr.

Kontakt:
Friedensstraße 1
17179 Gnoien

Warbel

Das Flüsschen umfließt die Stadt von drei Seiten. Als die Stadt noch von Stadtmauern umgeben war, hatte die Warbel ebenfalls eine Schutzfunktion.

Alter Friedhof

Der alte Friedhof liegt am Stadtrand. Der Eingang ist als Torhaus gestaltet. Auf dem Friedhof befinden sich drei Mausoleen und das Grabmal des Begründers der Schütt-Eisenwerke im Jahr 1866. Eine Erinnerungsstätte an die Opfer der Flucht von den Jahren 1945-1947 befindet sich am Torhaus. Auf den Grabplatten sind die Namen der 500 Opfer angegeben.