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Finkenthal

Ursprünglich siedelten hier Slawen, daher rührt auch die damalige Bezeichnung "Vinzedargo". In einer Urkunde von 1178 wurde "Vincedargo" zu Abgaben an das Kloster Dargun verpflichtet. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das Dorf im Zusammenhang mit der Besiedlung durch Deutsche in "Vinkendal" umbenannt. Um 1314 war ein fürstlicher Burgmann Jesenitz in Finkenthal. Diese Familie stirbt nach 200 Jahren aus. Die Ländereien gelangten in den Besitz des Klosters Dargun. Der Ort bestand um 1800 aus 7 Bauernhöfen mit rohrgedeckten Hallenhäusern und einigen Büdnereien. Diese lagen ringförmig um den Dorfanger mit Schule, Friedhof, Kapelle und Dorfteich. Weitere Häuslereien und Büdnereien entstanden später an dem Feldweg nach Dargun, an der Chaussee und in der Neuen Reihe. Das Forsthofensemble und einige Gebäude bewahrten ihr Aussehen bis in die Gegenwart.
(siehe auch: Wikipedia)

Sehenswertes:

  • Kirche
  • Forsthof

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Tourist-Information Teterow
Markt 9
17166 Teterow
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr fon: 03996/ 17 20 28
fax: 03996/ 18 77 95
mail: tourist-info@teterow.de
hp: http://www.teterow.de

Kirche Finkenthal

Die schlichte Kirche ist 1805 als Fachwerkbau errichtet worden. An ihrer Stelle stand eine Kapelle, die 1506 in einem Protokoll genannt wurde. Eine Vorhalle mit Zeltdach befindet sich an der Westseite. Im Inneren stand an der Ostseite ein Kanzelaltar. Der Kanzelaltar wurde bei der Renovierung 1955 entfernt. Der jetzige Altar und die freistehende Kanzel, wurden damals von einem Handwerker aus den Balken, die im Fußboden der Kirche lagen gestaltet. Gegenüber befindet sich die schlichte Orgel im klassizistischen Gehäuse mit klaren Formen. Sie war 1831 von dem Altkalener Kantor J. F. L. Cordes mit viel Sachverstand gebaut worden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden zwei Register ausgetauscht. Einhundert Jahre später befand sich die Orgel in einem bedauernswerten Zustand; so waren unter anderem die Holzpfeifen stark von Holzwürmern zerfressen. Im Rahmen eines umfassenden Orgelrettungs-Projektes für Mecklenburg-Vorpommern, das von vielen Seiten Unterstützung und Förderung fand, konnte die Orgel 2001 von Alexander Schuke, Potsdam, restauriert werden. Um 1900 soll es in der Kirche einen blühenden Rosenstock gegeben haben.

Baustil/Bauweise: Fachwerk, Backstein, Klassizismus

Öffnungszeiten:
Schlüssel für die Kirchenbesichtigung bei Renate Ivert, Dorfstraße 24, direkt an der B110. Gottesdiente finden vierzehntägig statt.

Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Altkalen/Boddin, Pastorin Christina Mittmann
17179 Boddin, Dorfstraße 58
Telefon: 039971/ 1 24 22
Telefax: 01 212 510 304 951
altkalen-boddin@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/boddin_altkalen.html

Jahreszahl

An der Südseite der Kirche ist die Zahl des Baujahres 1805 in das Mauerwerk eingelassen.

Hallenhaus

Das rohrgedeckte Durchgangshallenhaus steht hinter der Gaststätte am Ortsrand. Die Fachwerkkonstruktion steht auf einem Feldsteinfundament. Die Gefache sind mit Backstein gefüllt.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein

Scheune

Die rohrgedeckte Fachwerkscheune erinnert an die Zeiten, als die Revierförster eine bäuerliche Wirtschaft betrieben. Für die anfallenden Arbeiten wurden Häusler des Dorfes eingestellt. Aus dem Jahr 1929 ist bekannt, dass sechs Arbeiter ganzjährig beschäftigt waren. Im Winter erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auf zehn.

Baustil/Bauweise: Fachwerk, Backstein

Fachwerkhaus

Der Giebel des Fachwerkhauses gegenüber der Kirche ist mit Ziegelschmuckformen gestaltet.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Büdnerei

Das ca. 250 Jahre alte Kleinbauernhaus mit Rohrdach und Fachwerk ist beispielgebend restauriert. Eine Besonderheit stellt der ebenso alte Dachstuhl dar, der keinerlei Holzschäden aufweist. Als Mondphasenholz geschlagen, kann es diese Qualität erreichen. Bekannt ist, dass bei abnehmendem Mond der Saftfluss geringer wird. Schon in einer Forstordnung von 1616 wurde festgelegt: "Werk- und Bauholz darf erst nach dem 23. Oktober im Zeichen Skorpion und bei abnehmendem Mond bis Ende Februar, 3 oder 4 Tage nach dem Neumond geschlagen werden. Bei Meidung dieser Anordnung gibt es eine gebührliche Strafe." Diese Art des Holzeinschlages gewinnt auch jetzt wieder einen hohen Stellenwert, da dieses Holz keine chemischen Behandlungen erfordert. Eine Drechslerin hat in der Büdnerei Wohnraum und Werkstatt eingerichtet.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Kontakt:
Marlies Kählitz, "Holzart" Drechslerwerkstatt
Dorfstraße 82
17179 Finkenthal

Forstamt

Der Finkenthaler Forsthof war von 1855 bis 1858 als Dreiseitenhof errichtet worden. Das Wohnhaus mit Mittelrisalit erinnert an ein kleines Herrenhaus. Nachdem hier viele Förster mit ihren Familien lebten und ihren Dienst erfüllten, stand der Hof einige Jahre leer. Im Jahr 2000 wurde das Forsthaus renoviert und das Forstamt Dargun konnte in die bauhistorisch interessante Anlage einziehen.

Baustil/Bauweise: Backstein

Kontakt:
Forstamt Dargun
Dorfstraße 69
17179 Finkenthal
Telefon: 039971/ 30 93-0
Telefax: 039971/ 30 93-19
foa-dargun@lfg.mvnet.de

Turmhügel

Die Reste einer Turmhügelburg sind auf dem "Schlossberg" zu finden. Dieser liegt 1,5 km nördlich von Finkenthal.

Linde

Im Volksglauben galt die Linde als Baumart, die nicht vom Blitzstrahl getroffen wird. Linden wurden daher gern in dörflichen Siedlungen angepflanzt (Dorflinde, Tanzlinde, auf Friedhöfen und an Plätzen der Gerichtsbarkeit). Linden können ein Alter von 1000 Jahren und Höhen bis zu 40 Metern erreichen.

Koppeln

Am Ortsrand liegen alte Koppeln, mit Kopfbäumen (Weiden, Buchen) eingefasst.