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Burg Schlitz

1817 bewilligte der Herzog von Schwerin den Antrag des Grafen von Schlitz, den Namen „Burg Schlitz“ für sein Anwesen mit Schloss, Kapelle und Landschaftspark zu führen. Die Familie lebte in den vorangegangenen Jahren in einer Wohnung in Karstorf. Erstes Anliegen des Grafen war, die Landwirtschaft des Gutes zu beleben. Er ließ zuerst die Wohnungen der Gutsarbeiter erneuern, erleichterte ihnen die Arbeitsbedingungen und ließ neue Wirtschaftsgebäude errichten. In der 1798 gegründeten „Mecklenburgischen Landwirtschaftsgesellschaft“, die er mit Professor Franz Karsten aus Rostock gegründet hatte, setzte er sich für eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion unter wissenschaftlichen Aspekten ein. 1831 verstarb Graf von Schlitz. Der neue Besitzer Heinrich Graf von Bassewitz hatte 1822 die Tochter des Grafen, Adele von Schlitz, geheiratet. Mitglieder der Familie von Bassewitz halten den Besitz bis 1931 und setzen ihr Wirken entsprechend den Idealen des Grafen von Schlitz fort. Als letzter Besitzer erwirbt der einflussreiche Emil Georg von Stauß das Anwesen. Burg Schlitz dient seiner Familie als Landsitz. Nach 1945 leben im Schloss Flüchtlinge. Von 1955 bis 1993 waren hier Pflegebedürftige untergebracht. Nach der Wende erwarb MAST-JÄGERMEISTER AG, Wolfenbüttel, das Anwesen. Von 1994 bis 1999 wurde die Anlage renoviert und umgebaut. Seit dem Jahr 2000 ist Matthias Stinnes Schlossbesitzer.
(siehe auch: Wikipedia)

Sehenswertes:

  • Schlosshotel Burg Schlitz
  • Landschaftspark
  • Kapelle
  • Nymphenbrunnen
  • Gaststätte "Zum Goldenen Frieden"
  • Röthelberg

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Tourist-Information Teterow
Markt 9
17166 Teterow
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr fon: 03996/ 17 20 28
fax: 03996/ 18 77 95
mail: tourist-info@teterow.de
hp: http://www.teterow.de

Schlosshotel Burg Schlitz

Unweit von Teterow befindet sich das Schlosshotel Burg Schlitz. Die klassizistische Schlossanlage (Herrenhaus) ließ Graf Hans von Schlitz in den Jahren von 1812 (Grundsteinlegung) bis 1823 nach eigenen Vorstellungen erbauen. Die Leitung hatte Baumeister F. A. Leiblin übertragen bekommen. Fortschrittliche Denkweisen auf den Gebieten der Landwirtschaft, der Kunst und der Literatur zeichneten den Grafen Hans von Schlitz aus. Die Schlossanlage mit dem weitläufigen Landschaftspark widerspiegelt bis in die Gegenwart diesen Zeitgeist. „Der Nachwelt gewidmet“ lautet die lateinische Inschrift am Schloss. Der imposante Gebäudekomplex mit einer Länge von fast 60 m besteht aus drei zweigeschossigen Putzbauten. Diese werden durch eingeschossige Galerien miteinander verbunden. Die Innenräume zeichnen sich durch wertvolle Gestaltungen aus. Das klassizistische Foyer blieb weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten. Dahinter liegt der neugotische Wappen- und Rittersaal. Illusionistische Wand- und Tapetenmalereien mit Landschaftsmotiven, hergestellt um 1820 in Pariser und Berliner Manufakturen, schmücken den Balkonsaal. Erhalten blieben auch zwei Porzellanöfen, die von K. F. Schinkel entworfen wurden. Zum Schlossensemble gehören eine neugotische Kapelle, die Schmiede, die Gaststätte „Zum Goldenen Frieden“ und ein 80 ha großer Landschaftspark. In diesem Landschaftspark kann man 36 Denkmäler bewundern. Das auf einer Anhöhe stehende Schloss ist in eine abwechslungsreiche Landschaft eingebettet. Burg Schlitz bietet anspruchsvolle Übernachtungen und Gastronomie an. Ergänzend dazu gibt es eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten, wie Reiten, Jagen, Wellness und Beauty. Burg Schlitz gilt als eine der bedeutendsten klassizistischen Schlossanlagen in Mecklenburg-Vorpommern.

Baustil/Bauweise: Klassizismus, Putzbau

Kontakt:
Schlosshotel Burg Schlitz, Helmuth Mahnkopf
17166 Hohen Demzin/Burg Schlitz
Telefon: 03996/ 1 27 00
Telefax: 03996/ 12 70 70
info@burg-schlitz.de
http://www.burg-schlitz.de

Rittersaal

Die Innenräume ließ Graf von Schlitz mit hohem Aufwand nach seinen Ideen gestalten. Auf Grund von Rettungs- und Restaurierungsarbeiten blieben sie erhalten. Im gewölbten Rittersaal mit Stuckverzierungen sind Wappen der Adelsgeschlechter sowie deutscher Patrioten und Humanisten angebracht.

Festsaal

Die Wände im Festsaal des Ostflügels sind mit illusionistischen Bildtapeten bespannt. Sie stammen aus Pariser und Berliner Manufakturen. Den Porzellanofen entwarf Karl Friedrich Schinkel.

Kapelle Burg Schlitz

Die Karolinen-Kapelle mit neugotischer Blendfassade und Türmchen stammt aus dem Jahr 1822. Graf Hans von Schlitz widmete diese seiner Schwiegermutter Caroline Reichsgräfin von Schlitz-Goertz. Die stark vernachlässigte Kapelle erstrahlt seit 1993 wieder im neuen Glanz. Es finden Gottesdienste für die Gäste des Schlosshotels statt, Orgelkonzerte werden angeboten und Trauungen sind möglich.

Baustil/Bauweise: Neugotik, Putzbau

Kontakt:
Schlosshotel Burg Schlitz, Helmuth Mahnkopf
17166 Burg Schlitz
Telefon: 03996/ 1 27 00
Telefax: 03996/ 12 70 70
info@burg-schlitz.de
http://www.burg-schlitz.de

Nymphenbrunnen

Sehr lebendig erscheinen die zarten Gestalten am "Brunnen der tanzenden Mädchen". Geschaffen wurden sie 1903 im Jugendstil von dem Berliner Künstler Walter Schott. Seinen Platz fand der Brunnen Mitte der 30er Jahre, als der Besitzer von Stauß ihn im Park aufstellen ließ. 1969 konnte der nach dem 2. Weltkrieg beschädigte Brunnen restauriert werden.

Baustil/Bauweise: Jugendstil

Landschaftspark Burg Schlitz

Viele Eindrücke können bei einem ausgedehnten Spaziergang durch den Park, der in einer hügeligen Landschaft liegt, gesammelt werden. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in die Zeiten der Romantik und des Aufklärertums. Insgesamt sind 36 Denkmäler und Gedenkstätten in Form von Obelisken, Säulen, Grotten u.ä., teilweise mit Inschriften, aufgestellt. Die gesamte Anlage spiegelt in hervorragender Weise die Zeit wider, in der sie angelegt wurde. Auch hier hat Graf Hans von Schlitz die Planung und Gestaltung nach seinen Vorstellungen vorgenommen. Bei den praktischen Arbeiten wurde er von dem Holzwärter Schmidt unterstützt. Nördlich des Schlosses liegt die neugotische Kapelle von 1822. Weiterhin steht im Park der Nymphenbrunnen mit drei in Bronze gegossenen Nymphen, 1903 von Walter Schott geschaffen, und eine Gruppe zweier spielender Bären, 1939, von Emil Manz in Bronzeguss. Empfohlen wird eine geführte Wanderung, da der Besucher eine Fülle von interessanten Begebenheiten und Erkenntnissen erfahren wird.

Kontakt:
Jürgen Luthmann, 17166 Groß Wokern, Am Honigberg 22
17166 Burg Schlitz
Telefon: 039978/ 5 12 68

Gedenkstein am Hang

Graf von Schlitz ließ im Park zahlreiche in- und ausländische Baumarten anpflanzen, die heute eine wertvolle dendrologische Sammlung darstellen. Über dreißig Denkmäler (Obelisken, Säulen, Grotten, Steinsetzungen) mit romantischen Inschriften sind im Park aufgestellt. Das Foto zeigt einen der Gedenksteine und Blätter des Ginkgobaumes.

Wanderstabdenkmal

Gegenüber der Einfahrt nach Karstorf führt ein unbefestigter Weg zum Wanderstabdenkmal. Es erinnert an die Wanderjahre des Hans Graf von Schlitz und daran, dass er in Mecklenburg eine neue zweite Heimat gefunden hatte. Der ursprüngliche Wanderstab aus Eisen war von dem Dorfschmied zu Hufeisen verarbeitet worden. Die Initialen WWWV - „Wünsche wenig wirke viel“ sind auch an diesem Gedenkstein zu finden.

Hügelgräber

Hinter dem Wanderstabdenkmal liegt eine Gruppe von Hügelgräbern. Sie waren während der Bronzezeit (1800 bis 600 v.u.Z.) angelegt worden. Unter dem aufgeschütteten Hügel lag eine Steinkiste, in welcher sich das Körper- oder Brandgrab mit Beigaben befand.

Gaststätte "Zum Goldenen Frieden"

Auf Wunsch des Grafen von Schlitz erhielt die 1820 im klassizistischen Stil erbaute Gaststätte die Bezeichnung "Zum Goldenen Frieden". Der eingeschossige Putzbau mit einem zweistöckigen Mittelrisalit liegt gegenüber der Auffahrt zum Schloss. Hier steht ein Begrüßungsobelisk mit dem Lebensmotto des Grafen Hans von Schlitz: "Wünsche wenig, wirke viel!"

Baustil/Bauweise: Klassizismus, Putzbau

Schmiede

Das Schmiedegebäude steht an der Bundesstraße 108. Das 1832 aus behauenen Feldsteinen errichtete Gebäude hat eine kleine überdachte Vorhalle. Auf dem Zeltdach steht mittig ein originell gestalteter Schornstein. 1984 wurde das Gebäude einfühlsam restauriert und ein Schmiedemuseum eröffnet. Hier kann der Besucher einheimische Volkskunsterzeugnisse und aktuelle Regionalliteratur erwerben. Jährlich im August findet in Burg Schlitz auch der Central-Mecklenburgische Töpfermarkt statt, an dem sich zahlreiche Werkstätten und Künstler aus ganz Mecklenburg beteiligen.

Baustil/Bauweise: Feldstein

Burgruine

Als Hans Labes auf der Suche nach einem landwirtschaftlichen Gut - zu diesem Zeitpunkt trug er noch nicht den Grafentitel von Schlitz - zum ersten Mal nach Karstorf reiste, empfing ihn der Besitzer Herr von Müller noch auf der alten Burg, die schon damals halbverfallen und wenig wohnlich war. Das Gut war zu diesem Zeitpunkt heruntergewirtschaftet und die Gutsarbeiter hausten in elenden Hütten.

Teich

Am Weg, der zur Burgruine führt, liegt versteckt der Parkteich, umgeben von Schilfröhrichten und Wasserpflanzen.

Stieleiche

Der Blick in westliche Richtung zeigt die frei stehende alte Stieleiche, ein Naturdenkmal, unterhalb des Röthelbergs.

Eichen in der Hudekoppel

In Mecklenburg fallen gelegentlich Gruppen von starken Stieleichen auf. Sie stammen aus der Zeit, als das Vieh in den Wald getrieben wurde, denn es gab noch keine geregelte Weidewirtschaft. Die Eichen wurden vor Verbiss geschützt, denn die Eichelfrüchte dienten der Schweinemast, während die übrige Vegetation abgeweidet wurde. Das Fleisch derart gemästeter Schweine soll besonders schmackhaft sein. Östlich von Burg Schlitz stehen die sehr alten kräftigen Eichelbäume als Zeugen eines ehemaligen Hudewaldes.

Röthelberg

Ein weiter Blick über die hügelige Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz bis zum Malchiner Becken bietet sich vom Röthelberg oder auch „Radeberg“ (gerodeter Berg). Seine Höhe beträgt 96,4 m. Neugier ruft sicher das Hinweisschild „Schweiz 832 km“ hervor. Um 1990 ließ die Schweiz in allen Landschaften, die mit dem Titel Schweiz verbunden waren, derartige Schilder aufstellen. Vor dem Berner Parlament steht eine Skulptur bestehend aus Steinen der verschiedenen Schweizen mit dem Titel „Gleichgewicht der Dinge“.

Skulpturenweg

Diese Kuhschellen schellen! Wenn sich auf den Weideflächen Kühe aufhalten und die Kunstobjekte berühren, entstehen Töne. Esther Dittmer fertigte die Installation 2003 aus Stahl und Kupfer. Sie gehört zum Projekt "Skulpturenweg". Bisher sind sechs Objekte aufgestellt. Die Initiatoren ließen sich von den Steinsetzungen im Park von Burg Schlitz inspirieren und wollen erreichen, dass in den nächsten Jahren ca. 40 Skulpturen und Objekte aufgestellt werden.

Kontakt:
Skulpturenweg Burg Schlitz-Görzhausen e.V. c/o Wilfried Duwentester
17166 Hohen Demzin, Görzhausen 3
Telefon: 03996/ 18 29 10
Telefax: 03996/ 18 29 10
info@skulpturenweg-ev.de
http://www.skulpturenweg-ev.de