Bristow wurde 1297 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Ortsbezeichnung ist slawischen Ursprungs, „brestu“ bedeutet Ulme. 1352 wurde Nicolaus Hahn mit dem Gut belehnt. Die Familie blieb bis 1687/1688 Besitzer des Gutes. Sie ließ am Ende des 16. Jahrhunderts die Kirche errichten. 1779 gelang es den Hahns wieder in den Besitz von Bristow zu gelangen. Von 1845 bis 1945 gehörte das Gut der Familie von Bassewitz-Lewetzow. Unter dieser Herrschaft wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Gutshof neu gestaltet. 1945 erhielten Umsiedler, Flüchtlinge und einheimische Landarbeiter Grund und Boden. 1990 wurde aus der ehemaligen LPG eine Agrargenossenschaft GmbH gebildet.
(siehe auch: Wikipedia)
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Die Bristower Kirche als eine der ersten protestantischen Dorfkirchen ist 1597 errichtet worden. Der Renaissancebau besteht aus quadratischen Granitsteinen. Das Glockengeschoss des Turmes hat eine Haube mit achteckiger Laterne. Die aufwendige Holzausstattung, die 1601 fertig gestellt wurde, bestimmt den Innenraum. Der Hochaltar in Chorbreite hat zwei seitliche Durchgänge. Verschiedene Themen aus der Geschichte Jesu sind dargestellt. Hinter dem Altar ist auf Steintafeln das Testament des Werner von Hahn an seinen Sohn Hans eingemeißelt. Die Kanzel zeigt Büsten und figürliche Darstellungen der Evangelisten. In den vergangenen Jahren fanden umfangreiche Arbeiten zur Rettung der Kirche statt. Seit 1992 unterstützten unter anderem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und private Spenden die Arbeiten, um das Gebäude vor dem Verfall zu retten. Die Außenarbeiten konnten 2002 abgeschlossen werden und waren im Inneren 2003 beendet. Auch die Friese-Orgel von 1876 konnte nach aufwendigen Restaurationsarbeiten im Jahr 2000 wieder geweiht werden. In der Kirche werden gelegentlich Konzerte angeboten.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Renaissance
Öffnungszeiten:
Eine Kirchenbesichtigung ist möglich. Der Kirchenschlüssel kann abgeholt werden, siehe Info an der Kirche.
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bülow, Pastor Johannes Holmer
17166 Bülow, An der Kirche 1
Telefon: 039933/ 7 03 45
Telefax: 039933/ 7 19 19
buelow@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kg-buelow.de
In der Grabkapelle sind Ina Sophie Eleonore Gräfin von Bassewitz und Carl August Ludwig Graf von Bassewitz beigesetzt.
Als 1845 Graf Carl August Ludwig von Bassewitz-Lewetzow Besitzer von Bristow und Glasow wurde, lässt er 1855 den Gutshof mit den Wirtschaftsgebäuden in Bristow neu und großzügig gestalten. Auch wenn die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat, sehenswert sind einige Gebäude der Anlage heute noch, wie z.B. der Speicher und der Marstall. Eine Besonderheit stellt das aufwendig gestaltete Kleinviehhaus dar. Das 1865 erbaute Verwalterhaus diente seit 1920 als gräfliches Wohnhaus, da das Gutshaus abgebrannt war. Von dem ehemaligen Bau steht noch eine Säule im Gelände. Die zukünftige Nutzung des Verwalterhauses ist ungewiss.
Der Speicher mit dem reich verzierten Giebel ist 1868 erbaut worden und dient jetzt Wohnzwecken.
Baustil/Bauweise: Backstein, Neurenaissance
Der Marstall ist auf einem Feldsteinsockel und mit gelben Backsteinen 1882 erbaut worden. Auch hier finden wir Schmuckformen an den Giebelseiten vor.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Neorenaissance
Der originelle dreistöckige Rundbau von 1891 war Bestandteil der Gutsanlage und diente in allen Etagen der Haltung von Kleingeflügel. Das Wassergeflügel war in der unteren, die Tauben in der oberen Etage untergebracht. Erzählt wird auch, dass man hier einmal Kälber hielt, die später als Bullen zu groß für die Türöffnung waren. Gegenwärtig finden Restaurierungsarbeiten statt, ab 2007 soll das Gebäude als Museum genutzt werden.
Baustil/Bauweise: Backstein, Neugotik
Kontakt:
Gemeinde Schorssow, Bürgermeisterin Margret Taufmann
Gutshof Bristow
17166 Bristow
Telefon: 039933/ 7 03 77
Auf dem Hofplatz der ehemaligen Gutsanlage steht eine Kaukasische Flügelnuss. Die aus den Bergwäldern des Kaukasus und Iran stammende Baumart wird gern in Parkanlagen und Gärten gepflanzt. Im Herbst bildet die Kaukasische Flügelnuss 15 cm lange Fruchtgehänge aus und die Laubblätter färben sich goldgelb.
Am Ortsrand stehen aufgereiht mehrere alte Eichen.
Eine Familiengrabstätte mit vier Grabstellen derer von Bassewitz befindet sich nahe des Malchiner Sees.
Bristow liegt am Radrundweg "Große Schlössertour", die rund um den Malchiner See führt. Auf dieser Rundreise kann der Radwanderer die Gutshäuser bzw. Gutsanlagen entdecken, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen und vielfältige Baustile repräsentieren.
Die Badestelle erreicht der Besucher über einen Feldweg, der an der Familiengrabstätte von Bassewitz und einer Bootshausreihe vorbeiführt.
Zur Badestelle gehört eine große Liegewiese mit Grillhütte.