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Schlieffenberg

Schlieffenberg liegt in einer hügeligen Landschaft mit kleineren Waldgebieten und einer reichen Seenlandschaft. Ruhe und Abgeschiedenheit charakterisieren den Ort. Ursprünglich war dieser als Bauerndorf angelegt und hieß Zierhagen. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts General von Schlieffen das Dorf kaufte, ließ er die Bauern auf die Tolziner Feldmark versetzen und legte den Hof Schlieffenberg an. Heinrich Wilhelm von Schlieffen (1790-1836) und Heinrich von Thünen (1783-1850) verband eine feste Freundschaft. Sie begründete sich in Gesprächen zu volkswirtschaftlichen und politischen Fragen. Einst stand in Schlieffenberg ein prächtiges schlossähnliches Herrenhaus mit Türmen und Schmuckgiebeln: „auf einer beträchtlichen Höhe angelegter Landsitz, im eleganten Stil errichtetes Palais mit zwei Nebengebäuden“. Es brannte 1945 vollständig ab. Erhalten blieben das Verwalterhaus und einige Wirtschaftsgebäude. Die ungewöhnlich große, hohe Kirche im neugotischen Stil steht außerhalb des Ortes auf einem Hügel und ist in der Landschaft weithin sichtbar.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Touristinformation u. Fremdenverkehrsverein Krakow am See
Lange Straße 2
18292 Krakow am See
Saison (1.Mai-26.Okt.)
Mo-Fr 9.00-19.00 Uhr, Sa/So 10.00-14.00 Uhr;
Nebensaison (27.Okt.-30. April)
Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr
fon: 038457/ 2 22 58
fax: 038457/ 2 36 13
mail: info1@krakow-am-see.de
hp: http://www.krakow-am-see.de

Kirche Schlieffenberg

Neugotische Kirchen sind in Mecklenburg häufig anzutreffen. Auch die Schlieffenberger Kirche gehört dieser Stilrichtung an, hebt sich aber durch ihre romantische Gestaltung ab und zählt zu den schönsten von Mecklenburg. Die Kirche ist eine Stiftung der Familie von Schlieffen, einem Patriziergeschlecht der Stadt Kolberg in Hinterpommern. Entworfen hat das Bauwerk der Nürnberger Architekt K. A. von Heideloff. Das Geld erwirtschaftete der Gutsbesitzer Johann von Pogge, der das Schlieffenbergsche Gut verwaltete. Die Kirche war von 1854 bis 1859 erbaut worden und zeichnet sich durch die einheitliche neugotische Formgebung aus. Verwendet wurden Backstein und behauene Granitsteine. Der eingebaute Westturm hat einen durchbrochenen Sandsteinhelm. Die Kirche ist auf einem kreuzförmigen Grundriss errichtet. Am Bauwerk fällt der Dachfirst des Chores auf, da er den des Langhauses deutlich überragt. Von 1992 bis 1994 konnte die Kirche umfassend gesichert und saniert werden.

Baustil/Bauweise: Backstein, Feldstein, Neugotik

Öffnungszeiten:
Gottesdienst Sonntag 10.00 Uhr - im Wechsel in Wattmannshagen und in Schlieffenberg und 14tägig in Lübsee um 14.00 Uhr

Eintritt:
Der Schlüssel kann bei Frau Zander, Schlieffenberg, nach vorheriger Absprache abgeholt werden (038452/ 2 08 98).

Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wattmannshagen, Pastorin Gesine Wiechert
18279 Wattmannshagen, Rachower Straße 49
Telefon: 038452/ 2 07 12
Telefax: 038452/ 2 07 12
wattmannshagen@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/wattmannshagen.html

Innenraum

Betritt der Besucher die Kirche von Schlieffenberg, wird er von dem hohen lichtdurchfluteten Raum beeindruckt sein. Die hervorragende neugotische Gestaltung des Innenraums lässt eher einen städtischen Sakralbau vermuten. Als Architekt wirkte der Nürnberger Professor K. A. von Heideloff, so dass eine Orientierung an Nürnberger Kirchengestaltungen naheliegt. Auch die Kanzel und die Altarwand mit aufwendigen Schnitzereien harmonisieren mit dem Innenraum.

Gewölbe

Der hohe Kirchenraum wird mit einem Netzgewölbe geschlossen.

Eingangsportal

Am Hauptportal befinden sich zwischen den Rundstäben aus Backstein pflanzliche Schmuckformen aus Sandstein, welche die vier Jahreszeiten darstellen. Die Laubblätter vertreten den Frühling, Ährenbunde den Sommer, Weinreben den Herbst und Christrosen den Winter.

Aussicht vom Turm

Bei einer Kirchenbesichtigung kann der Besucher vom Turm weit in die Landschaft sehen. Der Blick reicht über die Schlieffenberger Seenlandschaft mit dem Krummen See bis in die Höhenzüge der Mecklenburgischen Schweiz.

Friedhof mit Grabstellen der Grafen von Schlieffen

Einen ehrwürdigen Platz nehmen die Grabkreuze der Familie von Schlieffen ein. Sie stehen unter einer sehr alten Stieleiche, die ihre Äste wie zum Schutz über die Gräber ausstreckt.

Hängebuche

Die Hängebuche steht vor dem Kirchturm. Das Foto zeigt die Baumkrone mit den tief herabhängenden Zweigen von oben.

Hängebuche, Detail

Die backsteinerne Westfassade mit Rosettenfenster und die herabhängenden Zweige der Hängebuche ergänzen trotz verschiedener Formensprachen (Aufstreben des steinernen Baues und weich hinabfließende Äste des Baumes) einander.

Lindenallee

Die Lindenallee führt von der Landstraße zur Kirche. Die Baumkronen sind nicht groß, denn die alten Bäume erhielten einen Pflegeschnitt.

Siedlerhäuser

1930 war Graf von Schlieffen auf Grund der Weltwirtschaftskrise gezwungen, sein Gut aufzugeben und es kam zur Zwangsversteigerung. Nachdem Walter Wilken das Anwesen erwarb, verkaufte er es 1933 an die Mecklenburgische Landgesellschaft. Der Ort Schlieffenberg vergrößerte sich, denn es wurden acht neue Siedlerhäuser errichtet. Die übrigen Siedler erhielten vorhandene Gebäude des Gutes (Speicher, Stall, Scheune, Katen, Gärtnerei, Gastwirtschaft, altes Schulgebäude). Graf von Schlieffen übernahm die Siedlerstelle 1 mit Schloss, einen Katen, die Sägerei und den Reitstall. Das einst prächtige Schloss steht nicht mehr, es brannte 1945 ab.

Siedlerhof mit Holzscheune

Zur Siedlerstelle von 1933 gehört das Scheunen-Stallgebäude in Winkelform. Während das Wohnhaus modernisiert wurde und seine ursprüngliche Gestaltung verlor, blieb die Holzscheune mit großem Tor erhalten. Die Stülpschalung der Bretter erlaubt das schnelle Abfließen von Niederschlägen. Eine einfache Methode, lange haltbare Fassaden aus Holz zu bauen.

Reitstall

Der ehemalige Reitstall wird jetzt als Wohnhaus genutzt. In dem schlichten formschönen Backsteingebäude blieben die Fensteröffnungen erhalten. Die Toreinfahrten wurden allerdings verglast.

Scheune

Die kleine Stallscheune an der Dorfstraße ist sehenswert. Die Eigentümer haben sie mit verschiedenen Rank- und Kletterpflanzen bewachsen lassen. Eine ansprechende Gestaltungsmöglichkeit, die noch zu selten von Hausbesitzern genutzt wird.

Scheune, Detail

Auch das kleine originale Stallfenster mit Holzladen an dem Stall-Scheunen-Gebäude bietet ein reizvolles Motiv.

Park

Der große Landschaftspark zieht sich vom Schlossberg bis an die Ufer des Schlieffenberger Sees. Der Park ist gepflegt und bietet einen interessanten Gehölzbestand.

Pogge-Gedenksteine

Die Gedenksteine am See hinter den Eichen sind Zeugen des guten Verhältnisses der gräflichen Familie Schlieffen zu den Pogges aus Roggow.

Garten-Café Schlieffenberg

Schlieffenberg in seiner Abgeschiedenheit - ein Ort der Ruhe, der Meditation und der Heilung. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch das Café und fünf Urlauberhäuser aus Holz in dem Garten, den die Eigentümer selbst gestaltet haben, eingerichtet. Ruhe und die Nähe zur Natur bestimmen den Aufenthalt an dem Ort.

Öffnungszeiten:
den ganzen Sommer über nach telefonischer Absprache

Kontakt:
Manaso Volker Rosenbusch
Dorfplatz 2
18279 Schlieffenberg
Telefon: 038452/ 20584 o. 0172/ 4946462
manaso@web.de
http://www.osho-medigarten.de

Stieleichen-Gruppe

In der Umgebung von Schlieffenberg fallen zahlreiche alte Stieleichen auf. Diese Baumgruppe steht in Nähe des Ortseingangs von Schlieffenberg.

Stieleiche

Die Stieleiche zeichnet sich durch eine weit ausladende Baumkrone aus. Sie steht an einem Feldweg nördlich von Schlieffenberg.

Schlieffenberger See

Das langgestreckte Gewässer gab dem seenreichen Gebiet, zwischen Güstrow und Teterow gelegen, den Namen „Schlieffenberger Seenlandschaft“. Am nordöstlichen Ufer befindet sich eine kleine Badestelle.