1233 wird „Parme“ erstmals urkundlich als Kirchdorf genannt, als Bischof Brunward von Schwerin neben anderen auch die Kirche dem Kloster Rühn unterstellt. Der Bach „Parmenizha“ wird ein Jahr zuvor im Zusammenhang mit Grenzbeschreibungen erwähnt. Das Ortsbild wird maßgeblich durch die Kirche, das große Pfarrhaus, ein reetgedecktes Hallenhaus und Bauernhäuser bestimmt. Parum liegt am nördlichen Ende des langgestreckten Parumer Sees. Um 1980 entsteht in Seenähe eine Bungalowsiedlung mit 54 Wochenendhäusern. Die Besitzer wechselten häufig in Parum. Seit 1817 gehörte Parum zu den Begüterungen von Schaumburg-Lippe. Der Fürst ließ 1927 die fünf Bauernstellen mit Erbpachtverträgen versehen. Die sozialistische Landwirtschaft setzte mit der Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft 1958 ein und fand ihren Höhepunkt mit der Bildung der großen Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion Gülzow-Güstrow.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
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Mai-September Mo-Fr 9.00-19.00, Sa,So+Feiertage 10.00-16.00, Oktober-April Mo-Fr 9.00-18.00, Sa 9.30-13.00 | fon: 0180/ 5 68 10 68 fax: 03843/ 68 20 79 mail: info@guestrow-tourismus.de hp: http://www.guestrow-tourismus.de |
Die sehenswerte Backsteinkirche ist zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet worden. Spitzbogenfenster und am Ostgiebel befindliche Blenden schmücken das Äußere der turmlosen Kirche. Bis 1846 befand sich in der Kirche ein Grabgewölbe mit Särgen der Gutsbesitzerfamilien von Lepel, von Bülow, von Flotow, von Mecklenburg und weiterer. Sie wurden auf den Friedhof umgesetzt. Im Kirchenraum wurden in den vergangenen Jahren mittelalterliche und barocke Wandmalereien verschiedener Zeiten freigelegt und restauriert (mittelalterlich im Chorraum: Heiliger Laurentius als Namenspatron; Christus als Weltenherrscher; Anbetung der Könige und des Heiligen Christophorus. Barock: Jakob mit der Himmelsleiter; Jüngstes Gericht). Über dem Altar befindet sich ein Ornamentfenster, gestiftet von dem Gutsbesitzer Mönich aus Langensee. Von 1980 bis 1990 wurde die St. Laurentius-Kirche umfassend restauriert und vor dem Verfall bewahrt. Die Ladegast-Orgel konnte 2003 nach Reparaturen wieder festlich eingeweiht werden.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Gotik
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Parum
Pfarrstall
18276 Parum
Telefon: 03843/ 68 43 85
luessow-parum@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/luessow_parum.html
Die Glocke ist in einem hölzernen Glockenstuhl angebracht. Errichtet wurde dieser um 1800. Die Glocke musste 1906 neu gegossen werden, da sie einen Riss hatte. Ernst Barlach, der häufig über die Wiesen am Parumer See nach Parum wanderte, nahm den Parumer Glockenstuhl in seinen Holzschnitt „Kindstod“ (1917) auf. Ebenfalls Bezug zu Parum finden wir in Barlachs Drama „Der blaue Boll“ mit der „Hexe von Parum“.
Das große Pfarrhaus erinnert an ein klassizistisches Gutshaus. Es ist nach dem Brand des Vorgängerbaues 1841 von Carl T. Severin erbaut worden. Offensichtlich wurde Schloss Paretz bei Potsdam, die Sommerresidenz der Königin Luise, als Vorbild genutzt. Der einstöckige Putzbau mit Mezzaningeschoss hat im Erdgeschoss Kreuzstockfenster. Über der mittig liegenden Eingangstür befindet sich ein Lünettenfenster. Das ursprüngliche Flachdach war später durch ein Walmdach ersetzt worden. Als Pfarrhaus wurde dieses Haus bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt, dann erst wieder ab 1981 im Zusammenhang mit der Einrichtung einer neuerlichen Pfarrstelle. Das Gebäude wird zurzeit restauriert. Um die Restaurierung zu ermöglichen, wurde es an einen Denkmalpflege-Verein verpachtet. Vom Pfarrhof blieben ein Stall und die ehemalige Schule erhalten.
Baustil/Bauweise: Putzbau, Klassizismus
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Parum
Pfarrstall
18276 Parum
Telefon: 03843/ 68 43 85
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Erbaut war das ehemalige Küsterhaus 1857 im Zusammenhang mit dem Bau des Pfarrhauses anstelle eines Hallenhauses, das als Schule und Küsterei diente. Der mit Wein begrünte einfache Backsteinbau mit Krüppelwalmdach wird zu Wohnzwecken genutzt.
Baustil/Bauweise: Backstein
In Parum steht ein Hallenhaus, ein Fachwerkbau mit hohem Reetdach. Erbaut war dieses in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Typisch sind der tiefe Walm mit dem Toreinschnitt, der halbe Walm an der Rückseite und die Durchgangsdiele. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zog der Rauch der offenen Feuerstelle ohne Schornstein über den Dachraum aus dem Haus. Das stark geschädigte Baudenkmal war um 1980 durch den persönlichen Einsatz eines Handwerkers restauriert und gerettet worden. Das neugebaute Bauernhaus steht neben dem alten Fachwerkbau, so dass Vor- und Nachgängerbau unmittelbar zu vergleichen sind. Es zeigt etwas von dörflichen Baugewohnheiten und macht deutlich, dass auch in früherer Zeit der Hang nach „Neumodischem“ vorhanden war.
Der zum Pfarrhof gehörende Stall wurde nach denkmalpflegerischen Aspekten als Wohnhaus ausgebaut.
Baustil/Bauweise: Backstein