Erstmals wird der Ort 1246 genannt. Frühere Bezeichnungen des Ortes waren "Sepelin" und "Cepelin". Die Ortsbezeichnung kann auf "Czepiel" - ein polnischer Zuname, auf "cepel" - Klinge (alttschechisch) oder auf "cepel" - Schaufelchen (russisch) zurückzuführen sein. Deutsche Siedler haben den als Angerdorf angelegten Ort gegründet. Zepelin liegt in der Nähe des Bützow-Güstrow-Kanals. In der Ortsmitte befindet sich die kleine Kapelle. Im Ort blieben zahlreiche historische Bauernhäuser erhalten. Der größte Teil der Häuser ist jedoch modernisiert. Die Windmühle und die ehemalige Molkerei liegen außerhalb von Zepelin. Das Schleusen- und das Bahnwärterhaus sowie ein herrschaftliches Wohnhaus stehen in Kanalnähe. Die zwei Schleusenbrücken über den Kanal stammen aus der Zeit der wirtschaftlichen Nutzung des Gewässers. Das Zeppelin-Denkmal und ein Sühnestein sind über ausgeschilderte Wanderwege in den umliegenden Waldgebieten zu finden.
Freizeitangebote:
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Touristinformation Bützow Markt 1 18246 Bützow |
Mo/Mi/Do 8.00-16.00, Di 8.00-17.30, Fr 8.00-13.00 | fon: 038461 / 5 01 20 fax: 038461 / 5 01 00 mail: info@buetzow.de hp: http://www.buetzow.de |
Die Kapelle ist 1686 als Fachwerkbau anstelle eines Vorgängerbaues errichtet worden. Innenausstattung: zwei Zinnvasen, vier Zinnleuchter, Kanzel mit Bemalung von 1702.
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bützow, Pastor Karl-Martin Schabow
18246 Zepelin
Telefon: 038461/ 28 88 o. 038461/ 91 13
buetzow@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/buetzow.html
Die restaurierte Holländermühle ist 1890 erbaut worden Eine Besonderheit im Mecklenburger Raum ist der erhalten gebliebene Oberantrieb der Mahlgänge. Denkmalpfleger konnten 1986 einen geplanten Abriss des technischen Denkmals verhindern.
Das Wirtschaftsgebäude steht in Nähe der Landstraße Bützow-Lüssow-Güstrow. In den vergangenen Jahren wurde das vernachlässigte Gebäude restauriert und dient nun Wohnzwecken.
Baustil/Bauweise: Backstein
Fast parallel zum Kanal verläuft die Eisenbahnlinie Güstrow-Bützow. Das Bahnwärterhaus steht in Brückennähe und wird als Wohnhaus genutzt. Das Obergeschoss ist mit Fachwerk errichtet.
Baustil/Bauweise: Backstein, Fachwerk
Das Schleusenwärterhaus steht in Kanalnähe. Das Haus war im Zusammenhang mit dem Bau des Kanals errichtet worden, als es hier noch Schifffahrt gab und der Schleusenwärter für die Schleusenbrücke zuständig war.
Baustil/Bauweise: Backstein
Das Backstein-Wohnhaus mit Mittelrisalit, Dreiecksgiebel und Erker zeigt die gehobenen Wohnansprüche einer Bauernfamilie im 20. Jahrhundert.
Baustil/Bauweise: Backstein
Das von einem kleinen Park umgebene Gebäude ist 1935 als Fabrikantenvilla in ruhiger Lage am Waldrand errichtet worden.
Baustil/Bauweise: Putzbau
Der Kanal wurde von 1894 bis 1896 gebaut, um vor allem Zuckerrüben aus den ländlichen Gebieten in die Güstrower Zuckerfabrik zu transportieren. Es kam nur zum Bau des ersten Abschnittes der ursprünglich geplanten Wasserstrecke Plauer See-Elde-Müritz-Havel-Berlin. Die letzten Transporte fanden wohl 1945 auf dem Kanal statt, als Baumaterial nach Gülzow transportiert wurde.
In der Umgebung von Zepelin gibt es zwei Schleusenbrücken, die den Bützow-Güstrow-Kanal überspannen. Die erste liegt am Wanderweg vor einem Waldgebiet, eine zweite führt nach Zepelin.
Zwischen Schleusenwärterhaus und Bahnwärterhaus fließt der Bützow-Güstrow-Kanal. An dieser Stelle befindet sich die zweite Brücke.
Das Denkmal wurde 1910 von den Bauern des Dorfes Zepelin zu Ehren des Grafen Ferdinand von Zeppelin (1838–1917), dem Erfinder des Luftschiffes, aus Feldsteinen errichtet. Von Wolken führt ein Wanderweg zum Denkmal, das in einem Waldgebiet steht.
Der Sühnestein erinnert an einen Doppelmord, der im Jahr 1623 begangen wurde. Als der Demminer Bürgermeister Alexander von Harten an dieser Stelle eine Ruhepause einlegte, wurden er und auch sein Kutscher von seinem Diener aus Geldgier hinterhältig ermordet. Der Stein diente zwischenzeitlich als Trittstein im Gutshaus Wolken. 1891 wurde der Stein wieder an seinem Platz aufgestellt. Er liegt in einem Waldstück an der Straße Bützow-Schwaan. Hinter der Eisenbahnlinie führt ein Weg in den Wald. Nach ca. 600 m erreicht man den Sühnestein.