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Carlsdorf

Der Ort liegt etwas abseits in schöner, ruhiger Lage. Zu dem kleinen Dorf gehören das verfallende Gutshaus mit den Wirtschaftsgebäuden, Katen- und Neubauernhäusern. Vor Gründung des Gutsdorfes gab es hier eine Glashütte, die 1714 mit Diedrichshof bezeichnet wurde und sechs Jahre das grüne Waldglas herstellte. 1812 wird das Gut Carlsdorf selbständig, nachdem es als Nebengut von Rothspalk im Besitz der Familie von Thomsdorf geführt wurde. 1900 lebten im Ort 75 Menschen in vier Häusern, gegenwärtig liegt die Einwohnerzahl bei ungefähr 10.
(siehe auch: Wikipedia)

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Touristinformation u. Fremdenverkehrsverein Krakow am See
Lange Straße 2
18292 Krakow am See
Saison (1.Mai-26.Okt.)
Mo-Fr 9.00-19.00 Uhr, Sa/So 10.00-14.00 Uhr;
Nebensaison (27.Okt.-30. April)
Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr
fon: 038457/ 2 22 58
fax: 038457/ 2 36 13
mail: info1@krakow-am-see.de
hp: http://www.krakow-am-see.de

Gutshaus Carlsdorf

Baron von Möller-Lilienstern, ein Vertreter des jüdischen Adels, ließ in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Carlsdorfer Gutshaus im neubarocken Stil nach einem Entwurf des Architekten Paul Korff (1875-1945) errichten. Der eingeschossige Putzbau hat ein hohes Kellergeschoss. Der Mittelrisalit schließt mit einem Rundbogen ab. Unter diesem ist das Wappen der Familie von Möller-Lilienstern angebracht. Auf dem Gut wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts Landwirtschaft mit moderner Technik betrieben. Es gab eine Gleichstromanlage zur Stromversorgung aller Haushalte. Produziert wurde Hundekuchen, Geflügel- und Fasanenfutter. Als Spezialität wurde in der Brennerei „Eicognac“ hergestellt. Das einstmals luxuriöse Gutshaus steht leider leer. Die Außenanlagen (Park, Gutshof) befinden sich in gepflegtem Zustand.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Neubarock

Plastik

Vor dem Carlsdorfer Gutshaus steht eine große leicht beschädigte Plastik. Sie stellt Justitia dar, die römische Göttin des Rechts. Ihre Symbole sind die verbundenen Augen, die Waage in der linken Hand und ein zweischneidiges Schwert in der rechten Hand. Diese fehlt allerdings an der Figur, da sie abgebrochen ist.

Wirtschaftsgebäude

Das Gutshofgelände mit Auffahrt und Eingangsportalen ist restauriert. Das Wirtschaftsgebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat auffallend große Spitzgiebelerker aus Holz und wird zum Teil genutzt.

Wirtschaftsgebäude, Wohnung

In dem interessant gestalteten Wirtschaftsgebäude wird ein Bereich unter Bewahrung historischer Formen zu einer Wohnung und Werkstatt ausgebaut.

Wirtschaftsgebäude

Das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Carlsdorfer Gutes ist ausgebaut. Es dient als Wohnung und Werkstatt.

Turm

In der Nähe des Gutshofes steht der beschädigte Turm. Dieser wird auch mit „Eierturm“ bezeichnet und erinnert an die Zeiten, als in Carlsdorf „Eikognak“ hergestellt wurde.

Landarbeiterhäuser

Die an der Dorfstraße liegenden Landarbeiterhäuser und Katen mit Fachwerk dienen als Wohnungen oder Ferienhäuser. Davor liegen Beete mit Sommerblumen und Rosen.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Fachwerkhaus

Auch der mit einer gelb blühenden Waldrebenart geschmückte Giebel eines Fachwerkhauses zeigt wie die übrigen Carlsdorfer Wohnhäuser, mit wieviel Hingabe die Bewohner die alten Häuser pflegen.

Park

Der Park von Carlsdorf ist mit mehreren Teichen ausgestattet und weist einen alten Gehölzbestand auf. Bei Gestaltungsmaßnahmen wurden die Altbäume freigestellt und die Gewässer saniert.

Kaukasische Flügelnuss

Am Rand eines Parkgewässers steht eine Kaukasische Flügelnuss. Diese Baumart kommt in feuchten Gebieten, vorzugsweise an Flussläufen, vom Kaukasus bis in den Iran vor. Seit über 150 Jahren wird sie außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes in Parkanlagen und großen Gärten gepflanzt. Die Flügelnuss liefert ein besonders wertvolles Furnierholz.

Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See

Südöstlich des Ortes liegen die Höhenzüge der Mecklenburgischen Schweiz. Das Naturpark-Gebiet umfasst 67.300 ha und zeichnet sich durch eine typische Kulturlandschaft mit reicher Naturausstattung aus. Sehenswert sind die alten Schlösser und Herrenhäuser mit den Parkanlagen. Der Malchiner und der Kummerower See sowie ein Abschnitt des Peenetals liegen im Naturpark. Bezeichnend für das Gebiet sind zahlreiche Aussichtspunkte von den Hügeln mit Blicken in eine anmutige Landschaft mit Alleen, Hecken, Feldgehölzen, ehrwürdigen alten Stieleichen und Siedlungen. Eine der schönsten Aussichten bietet sich vom 96 Meter hohen Röthelberg im Park von Burg Schlitz.

Kontakt:
Naturparkverwaltung Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
17139 Basedow, Dorfstraße 124
Telefon: 039957/ 2 91 20
Telefax: 039957/ 21 22
info-msk@np.mvnet.de
http://www.naturpark-mecklenburgische-schweiz.de