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Boitin

Die Bezeichnung des Ortes rührt von der slawischen Bezeichnung des Gottes "Biota" oder "Boyta" her. Viele Orte der Gegend werden wie auch Boitin erstmals im Jahr 1233 genannt, denn in jenem Jahr waren zahlreiche Orte dem Kloster Rühn unterstellt worden. Ursprünglich als kleiner Rundling mit zwei Bauernstellen, dem Dorfplatz, der Kirche und der Küsterei angelegt, veränderte sich die Situation 1563, als der größte Teil des Besitzes der Bauern in Domanialeigentum überging. Der Ort liegt nördlich des Boitiner Sees. Sehenswert sind die Backstein-Kirche, das ehemalige Pfarrhaus und das Gutshaus mit Wirtschaftsgebäuden. Die ehemalige Schule steht in Kirchennähe. Ein bedeutendes Bodendenkmal Mecklenburgs, der "Boitiner Steintanz", ist über ausgeschilderte Wanderwege gut zu erreichen.
(siehe auch: Wikipedia)

Freizeitangebote:

  • Boitiner See
  • Wanderwege

Sehenswertes:

  • Kirche
  • Pfarrhaus
  • Schule
  • Boitiner Steintanz

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Touristinformation Bützow
Markt 1
18246 Bützow
Mo/Mi/Do 8.00-16.00, Di 8.00-17.30, Fr 8.00-13.00 fon: 038461 / 5 01 20
fax: 038461 / 5 01 00
mail: info@buetzow.de
hp: http://www.buetzow.de

Kirche Boitin

Der Kirchenbau stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Über dem Feldsteinsockel liegt Backsteinmauerwerk. Eine Besonderheit stellen Formsteine mit Drachen- und Löwenreliefs dar. Der Innenraum ist in zwei quadratische Joche mit Kreuzrippengewölben unterteilt. An den Wänden zieht sich ein Bildfries aus dem 14. Jahrhundert entlang. Er wurde 1893 freigelegt und erneuert. Bauschäden an der Kirche konnten in den vergangenen Jahren teilweise behoben werden. 1999 wurde das Ostgewölbe restauriert, im Jahr 2005 das Westgewölbe.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein

Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Tarnow, Pastor Siegfried Rau
Dorfstraße
18249 Boitin
Telefon: 038481/ 2 02 11
tarnow@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirche-tarnow.de

Formsteine mit Drachen- und Löwenreliefs

Die Formsteine mit Tierdarstellungen sind an der Ostwand über dem Feldsteinsockel und an dem vermauerten Südportal zu finden.

Schule

Die 1808 gebaute Schule war als Fachwerkbau errichtet, hatte einen Schulraum, drei Zimmer, eine Speisekammer, drei Zimmer unter dem Dachboden und einen Räucherboden. Unterrichtet wurde in diesem Haus bis 1979.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Kontakt:
Dorfstraße
18249 Boitin

Bodendenkmal "Boitiner Steintanz"

Das bedeutende Bodendenkmal wird auch als "Stonehenge" von Mecklenburg bezeichnet. Der aus drei Steinkreisen bestehende "Steintanz" liegt in einem Waldgebiet und ist über verschiedene Wanderwege gut erreichbar. Zwei Steinkreise setzen sich aus neun, der dritte aus sieben Steinen zusammen. Einige Steine fallen wegen ihrer besonderen Form auf: der Kanzel- und der Visierstein sowie die "Brautlade" mit 13 Sprenglöchern. Wissenschaftliche Untersuchungen von Bodenfunden weisen darauf hin, dass die Anlage während der Eisenzeit im 6. und 5. Jahrhundert v.u.Z. für Bestattungen errichtet wurde. In den nachfolgenden Jahrhunderten diente der "Steintanz" vermutlich auch als Thingplatz und Ort kultischer Handlungen. Die Setzung der Steine lässt laut einer Untersuchung von 1980 auch eine astronomische Bedeutung zu.

Boitiner See

Der Boitiner See liegt direkt am Ort. Die Badestelle mit Spiel- und Sportplatz befindet sich an der südlichen Seite des Sees.

Malerin und Grafikerin Ute Mohns

Die Künstlerin erhielt ihre Ausbildung an der Fachschule für Werbung und Design in Berlin. Seit 1976 lebt und arbeitet Ute Mohns in Boitin bei Tarnow. Landschaften, Stillleben, Porträts in Zeichnung, Aquarell- und Ölmalerei umfassen ihr Wirken. Auf Wunsch werden Zeichen- und Malkurse für Erwachsene und Schüler angeboten. Im Sommer finden Workshops statt.

Kontakt:
Ute Mohns
Ausbau Süd 04
18249 Boitin
Telefon: 038450/ 2 10 16
Telefax: 038450/ 2 10 16
ute.mohns@gmx.de

Bildhauer Michael Mohns

Michael Mohns studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. E. Bachmann und Jo Jastram. Seit 1984 arbeitet er freischaffend. Er widmet sich der Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum. Für sein Schaffen erhielt der Künstler Preise und Auszeichnungen.

Kontakt:
Michael Mohns
Ausbau Süd 04
18249 Boitin
Telefon: 038450/ 2 10 16
Telefax: 038450/ 2 10 16
michael.mohns@gmx.de

Naturpark Sternberger Seenland

Boitin liegt nahe der nordöstlichen Naturparkgrenze. Das Großschutzgebiet mit einer Fläche von 540 qkm besteht seit 2005. Große Seen, Flusstäler, Hügellandschaften mit Wiesen, Weiden und stillen Wäldern zeichnen das Gebiet aus, das zur Mecklenburgischen Seenplatte gehört. Naturbeobachtungen bieten sich vielerorts an, empfohlen werden Führungen durch fachkundige Spezialisten. Das Warnow-Mildenitz-Tal gilt als das größte Durchbruchstal des Nordens mit bis zu 30 m hohen Steilhängen. Auf dem Rundweg zu wandern bietet zu allen Jahreszeiten Eindrücke. In der Nähe befindet sich bei Groß Raden ein rekonstruierter slawischer Siedlungsort mit Tempelbau. Sehenswert sind die alten Klosteranlagen von Dobbertin, Tempzin, Neukloster und Rühn, die Schlösser und Herrenhäuser mit Parkanlagen, die Feld- und Backsteinkirchen. Künstler und Kunsthandwerker haben sich in dieser reizvollen Landschaft niedergelassen. In ihren Werkstätten werden Unikate und besondere Produkte angeboten.

Kontakt:
Naturpark Sternberger Seenland
19417 Warin, Markt 1
Telefon: 038482/ 2 20 59
Telefax: 038482/ 2 23 42
info-ssl@np.mvnet.de