1261 wurde der Ort erstmals als Cetemyn urkundlich erwähnt. Vermutlich war er ursprünglich als slawischer Ort gegründet, später siedelten sich hier deutsche Bauern an. Mitte des 18. Jahrhunderts besaß Zettemin eine starke Bauernschaft. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Gutshauses im späten Barockstil wurden auch die Ackerflächen neu geordnet. Die Zetteminer Bauernstellen wurden „gelegt“, d.h. die Bauernstellen kamen in Großgrundbesitz und die Bauern arbeiteten auf dem Gutshof. Die Tagelöhnerkaten entlang der Dorfstraße erinnern an diese Zeit. Die Zetteminer Bauern, die nicht gelegt wurden, errichteten 1799 Carlsruhe. Im 19. Jahrhundert wurde der Besitz durch die Grafen von Schwerin erworben. Georg Graf von Schwerin hat 26 Jahre lang bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das Gut bewirtschaftet. Das barocke Gutshaus steht noch, die Wirtschaftsgebäude sind abgerissen. Das dörfliche Ortsbild veränderte sich, als zu DDR-Zeiten ein mehrgeschossiges Wohnhaus und ein jetzt leerstehendes Kulturhaus gebaut wurden.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Touristinformation Stavenhagen Markt 1 17153 Stavenhagen |
Mo-Fr 10.00-17.00 | fon: 039954/ 279835 o. 21072 fax: 039954/ 2 10 72 mail: stadt.stavenhagen@t online.de hp: http://www.stavenhagen.de |
Der älteste Teil der Zetteminer Kirche ist das Schiff mit Nordsakristei, ein Feldsteinbau vom Ende des 13. Jahrhunderts. Giebel, Formstein und Anbauten sind mit Backstein ausgeführt. Etwas später folgte der Bau des eingezogenen Rechteckchores. Der auffallend große, quadratische Westturm mit Pyramidenhelm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Glockengeschoss ist durch Blenden und gepaarte Schallöffnungen gegliedert. Blenden schmücken auch den Ostgiebel mit einer Dreifenstergruppe. Ein Rundfenster befindet sich an der Chornordwand. Der Innenraum wird mit Kreuzrippengewölben geschlossen. Ausstattungsstücke sind eine Taufschale aus Granit aus dem 13./14. Jahrhundert, ein 1692 gemalter Epitaph für K. von Oertzen und ein Gemälde eines venezianischen Dogen.
Baustil/Bauweise: Backstein, Feldstein, Gotik
Öffnungszeiten:
Kirchenschlüssel ist bei Frau Kruse, Dorfstraße 58 erhältlich (039951/ 2 19 89).
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rittermannshagen, Pastor Thomas Robatzek
17139 Faulenrost OT Rittermannshagen, Dorfstraße 27
Telefon: 039951/ 22 68
Telefax: 039951/ 22 68
rittermannshagen@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/rittermannshagen-gross_gievitz.html
Die Orgel war 1780 von Matthias Friese, dem Stammvater mehrerer Orgelbauer-Generationen, gebaut worden. Sie wird mit einem barocken Prospekt geschmückt. 1869 fanden umfangreiche Umbauarbeiten durch den Stettiner Orgelbauer Gryszkiewitz statt. Von 1995 bis 1998 restaurierte der Orgelbauer Kristian Wegscheider aus Dresden die Orgel und versetzte sie wieder in den Zustand von 1780.
Kontakt:
Evangelische Kirchgemeinde Rittermannshagen, Pastor Thomas Robatzek
17139 Rittermannshagen, Dorfstraße 27
Telefon: 039951/ 22 68
Telefax: 039951/ 22 68
Thomas-Robatzek@t-online.de
Die schlossartige Anlage im Stil des Barock war um 1750 für die Familie Maltzahn errichtet worden. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte das Anwesen dann der Familie von Schwerin. Die Familie lebte und arbeitete bis zur Enteignung 1945 auf dem Zetteminer Gut. Nachfolgend waren in dem Gebäude Wohnungen eingerichtet und der Kindergarten untergebracht. Mittig liegt das zweigeschossige Haupthaus mit einem Mittelrisalit und Dreiecksgiebel. Die Seitenflügel schließen bogenförmig an und hatten ursprünglich ein Mansarddach, mittleren Frontispiz und Eingänge mit Korbbogenform. Während der rechte Flügel noch weitgehend ursprünglich erhalten blieb, ist der linke durch einen zweigeschossigen Ausbau stark verändert worden.
Baustil/Bauweise: Barock
Nach Plänen des Gartenarchitekten Joseph Peter Lenné war der kleine Landschaftspark in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt worden. Als das Gutshaus nach dem 2. Weltkrieg zum Wohnen genutzt wurde, richteten die Bewohner Gärten mit Schuppen im Park ein, so dass die Strukturen verloren gingen.
Am Weg nach Demzin und in das Naturschutzgebiet Ostpeene stand die ehemalige Zetteminer Mühle. Sie brannte um 1930 ab. Bis dahin wurde mittels eines unterschächtigen Wasserrades noch Getreide gemahlen. Unter der noch erhaltenen Peenebrücke sind Reste des Stauwerkes zu erkennen, mit dem die Durchlaufmenge für den Mühlenfließ geregelt wurde. Von der Mühle sind heute nur noch der Mühlenfließ und die Mauerfassung vom Mühlrad erhalten. Um die Mühle liegt ein kleinräumiges Wiesengelände, das mit ehrenamtlichem Engagement gepflegt wird.
Das Schutzgebiet mit einer Größe von 138 ha besteht seit 1989 und wurde 1997 erweitert. Die Ostpeene hat sich hier 10 bis 20 m tief in die Grundmoränenflächen des Mecklenburger Eisvorstoßes eingeschnitten. An einigen Stellen treten Quellen auf, die verschiedene seltene Quellengleyböden entstehen ließen. Das Waldgebiet Benz westlich der Ostpeene entstand im Mittelalter durch Auflassung. Reste mittelalterlicher Hoch- oder Wölbäcker sind im nördlich gelegenen Waldstück Rosengarten zu finden. Im Gebiet kommen vier Lurch- und zehn Fischarten vor. Der Fischotter hat hier seinen Lebensraum. In den Feuchtbereichen und Trockenhängen treten besondere Pflanzenarten auf. Ein Anfang des 19. Jahrhunderts angelegter „Lustweg“ entlang der Ostpeene nach Pinnow wurde wiederhergerichtet. Das Naturschutzgebiet ist mit einem markierten Rundwanderweg von 18 km Länge erschlossen. Die Wanderung kann auf 15 km reduziert werden, wenn die Fußgängerbrücke an der Durchlaufmessstelle am Waldeingang „Benz“ zum Queren der Ostpeene genutzt wird. Ehrenamtliches Engagement sichert, dass die Wege im Schutzgebiet gepflegt werden und ein Spaziergang daher auch zukünftig ein angenehmes Erlebnis bleiben wird.
Auf einem lindenbestandenen kiesbefestigten Feldweg, einem Abschnitt des „Kleinen Peene-Rundweges“, gelangt man nach Hungerstorf. Im sehr schönen Forst Peenewerder gab es einst einen Forsthof. Von diesem blieben nur ein Trümmerhaufen und verfallende Ställe erhalten. Von Hungerstorf führt der Wanderweg weiter an die zwei Varchentiner Seen und den Torgelower See.