Das an einem See liegende Dorf war 1260 erstmals erwähnt worden. Gegründet wurde der Ort durch deutsche Siedler. Lokatoren waren von den neuen Landesherren beauftragt, den Siedlern Land in den bisher von Slawen bewohnten Gebieten zur Verfügung zu stellen. Die Silbe "hagen" deutet darauf hin, dass hier gerodet wurde, ehe es zur Ortsgründung kam. Die Siedlung war in der seltenen Form eines Straßendorfes angelegt; üblicher war die Anlage als Angerdorf. Mitte des 18. Jahrhunderts begann das Bauernlegen. 1848 wurden in Rittermannshagen die acht verbliebenen Bauern in den Südteil der Gemarkung umgelegt. In diesem Zusammenhang entstanden fünf neue Gehöfte außerhalb der Ortslage. Die gräfliche Flur war somit zusammengeschlossen. Im Zentrum der gutseigenen Ackerflächen wurde der Gutshof (Rittermannshagen Hof) errichtet. Die Tagelöhner verblieben in Rittermannshagen und wohnten in den Katen im nördlichen Teil des Dorfes. Drei Bauerngehöfte verblieben im südlichen Teil des Dorfes. Nach der Bodenreform von 1945 setzte bald die sozialistische Kollektivierung der Landwirtschaft ein. Eine große Stallanlage entstand am Ortseingang und ein mehrstöckiger Neubaublock wurde in die Ortslage gesetzt.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Touristinformation Stavenhagen Markt 1 17153 Stavenhagen |
Mo-Fr 10.00-17.00 | fon: 039954/ 279835 o. 21072 fax: 039954/ 2 10 72 mail: stadt.stavenhagen@t online.de hp: http://www.stavenhagen.de |
Die frühgotische Backsteinkirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Westturm war 1632 eingestürzt. Den Chorgiebel ziert eine Blendengliederung mit einem Kreuz. An der Nord- und Südseite des Kirchenschiffes befinden sich spitzbogige Portale, die zum Teil vermauert sind. Glasierte Rundstäbe sind beim Bau der jetzt verschlossenen Priesterpforte verwendet worden. 1869 wurden das Westportal eingebaut und die Fenster einheitlich gestaltet. Der östliche kleine Gruftanbau stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.
Baustil/Bauweise: Backstein, Gotik, Neugotik
Öffnungszeiten:
Kirchenschlüssel ist im Pfarramt, Dorfstraße 27, erhältlich.
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rittermannshagen, Pastor Thomas Robatzek
Dorfstraße 27
17139 Rittermannshagen
Telefon: 039951/ 22 68
Telefax: 039951/ 22 68
rittermannshagen@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/rittermannshagen-gross_gievitz.html
Das Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert ist saniert. Seitwärts steht noch ein Stallgebäude, das später als Küsterwohnung diente. Die Pfarrhöfe ähnelten in der Anlage Bauernhöfen. Häufig waren sie als Dreiseitenhof angelegt, denn auch der Pfarrer musste Landwirtschaft betreiben, um seine Familie zu ernähren. Seit 2002 sind auf dem Pfarrhausdach eine Photovoltaikanlage und eine Solarthermianlage installiert.
Kontakt:
Kirchgemeinde Rittermannshagen, Pastor Thomas Robatzek
Dorfstraße 27
17139 Rittermannshagen
Telefon: 039951/ 22 68
Telefax: 039951/ 22 68
Thomas-Robatzek@t-online.de
Abseits des Pfarrhofes steht das im 19. Jahrhundert errichtete Wohn- und Wirtschaftshaus für die Pfarrerwitwe. Verstarb der Pfarrer vor seiner Frau, wurde die Pfarrstelle neu besetzt. Die Pfarrerwitwe erhielt dann ein eigenes Haus.
Kontakt:
Dorfstraße 25/26
17139 Rittermannshagen
Der von der Ostpeene durchflossene 70 ha große See ist nur 1,60 m tief. Der nahrungsreiche See ist zu großen Teilen von Schilf umgeben. Er wird von der Fischerei Schliemann bewirtschaftet. An Fischen können Karpfen, Aal, Schlei, Hecht, Wels, Brasse, Rotfeder, Barsch und Regenbogenforelle nach Erwerb eines Erlaubnisscheines geangelt werden. Diese sind in der Fischerei Schliemann erhältlich.
Kontakt:
Fischerei Schliemann
17139 Faulenrost, Dorfstraße 3
Telefon: 039951/ 2 12
Von Rittermannshagen führt ein schön gelegener Feldweg in das Rittermannnshäger Holz mit Buchenhochwaldbeständen. Im Wald gabelt der Weg nach Schwinkendorf und Levensdorf.
Die Hügelgräber liegen in einem Buchenwaldbestand. Errichtet waren sie in der Bronzezeit (1800-600 v.u.Z.) aus Erde, Soden und Steinen. Anfangs fanden Körperbestattungen statt. Zum Schutz verwendete man Baumsärge oder Steinkisten. Später wurden Urnen verwendet, die meist von Steinsetzungen umgeben waren. Grabbeigaben konnten Handwerkszeuge und Schmuck sein.