Jürgenstorf ist ein größeres Dorf mit ungefähr 900 Einwohnern. Die Prägung durch die sozialistische Landwirtschaft, die eine Wohnbebauung mit mehrstöckigen Plattenbauten nach sich zog, veränderte das dörfliche Erscheinungsbild. Sehenswert sind die Fachwerkkirche und zwei Torhäuser der ehemaligen Gutsanlage.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Touristinformation Stavenhagen Markt 1 17153 Stavenhagen |
Mo-Fr 10.00-17.00 | fon: 039954/ 279835 o. 21072 fax: 039954/ 2 10 72 mail: stadt.stavenhagen@t online.de hp: http://www.stavenhagen.de |
Vom Vorgängerbau, der im Dreißigjährigen Krieg unterging, blieb nur der untere Backsteinteil des Turmes erhalten. Die heutige Kirche ist ein Fachwerkbau aus der Zeit um 1700. Die Gefache sind unverputzt. Im Süden befindet sich eine Vorhalle mit zum Schiff geöffneter Patronatsloge. Zur Innenausstattung zählen wertvolle Ausstattungsstücke, vor allem ein Schnitzaltar des 15. Jahrhunderts und eine Kanzel von 1718. Über dem Altar stehen drei Kreuzigungsfiguren, die später angefertigt wurden. Die schlichte Holzkanzel wird mit Gemälden der Evangelisten geschmückt. In der Jürgenstorfer Kirche finden wieder regelmäßig Gottesdienste und auch Konzerte statt. Ein Vertrag zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde eröffnet Wege für eine Mitnutzung durch die Kommune. Die Instandsetzung des alten Kirchengebäudes durch das Miteinander von Christen und Nichtchristen ist zu einem Zeichen der Hoffnung im Dorf geworden.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Fachwerk, Gotik, Barock
Öffnungszeiten:
Schlüssel für die Kirche bei Frau Köhler (Am Seeberg 2, 17153 Jürgenstorf), weitere Infos im Pfarramt Stavenhagen
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Stavenhagen, Pastorin Melanie Dango
17153 Stavenhagen, Ivenacker Straße 11
Telefon: 039954/ 2 18 13
Telefax: 039954/ 2 18 19
stavenhagen@kirchenkreis-stargard.de
http://www.kirchenkreis-stargard.de/Stavenhagen.97.0.html
Nur das Turmunterteil mit interessant gestaltetem spitzbogigen Portal aus dem 14. Jahrhundert blieb nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg erhalten.
Mit den Eigenschaften des Gutsinspektors Johann Friedrich Schecker soll Fritz Reuter seine Romanfigur „Unkel Bräsig“ beschrieben haben.
Von der ehemaligen barocken Anlage blieben nur Reste (Torhäuser) erhalten. Das Gutshaus ist durch einen Neubau von 1910 stark verändert worden. Der glatt verputzte Backsteinbau mit entstellenden Türeinbauten wird jetzt für Wohnzwecke genutzt.
Die Torhäuser aus der Mitte des 18. Jahrhunderts behielten ihre ursprüngliche Formgebung. Die eingeschossigen quadratischen Backsteinbauten mit Mansarddach sind restauriert.
An der Straße Jürgenstorf-Rottmannshagen steht diese alte Eiche.
Die große Linde steht am Rand des Friedhofs von Jürgenstorf.
Jürgenstorf gehört zu den Orten, die in Beziehung zu Fritz Reuters Werken stehen. In dem Roman „Ut mine Stromtid“ schilderte der Autor die mecklenburgischen Verhältnisse zwischen 1829 und 1848 auf dem Land. Die Romanfigur des Bräsig soll dabei Eigenschaften des Jürgenstorfer Gutsinspektors Schecker erhalten haben.