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Faulenrost

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgt 1275 im Zusammenhang mit der Belehnung des slawischen Dorfes an einen Ritter von Rostock. Die Bezeichnung kann von Vühlen Rozstock, Vul-Rostke und Vulenrostke abgeleitet werden und wird mit "Ort, wo sich zwei Gewässer trennen oder vereinen" gedeutet. Die alte Dorfstätte liegt an der Ostpeene etwa auf dem Gelände des heutigen Friedhofes. Später müssen neu geschaffene Hofstellen an einen weiteren Lehnsherren vergeben worden sein, da in der dorfnahen Gemarkung noch heute zwei beeindruckende Turmhügel vorzufinden sind. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gelingt es einem Zweig der Familie Hahn, Faulenrost zu erwerben. Mit dem Bau der großen barocken Schlossanlage einschließlich der Katenhäuser an der Dorfstraße, die später errichtet wurden, erfuhr der Ort eine völlig neue Gestaltung. Das Gut überstand die Weltwirtschaftskrise nicht und wurde von einer Siedlungsgesellschaft aufgekauft, die 1935 Bauernstellen einrichtete und vergab. Die neuen Siedlerstellen wurden vorrangig von schwäbischen Jungbauern übernommen. Gemeinschaftlich zu nutzende Gebäude (Schloss, Kavaliergebäude) wurden Gemeindeeigentum. Die Bodenreform hatte auf Faulenrost keine Auswirkung, da die Gemarkung bereits 1935 vollständig aufgeteilt wurde und die Bauernstellen alle unter 100 ha groß waren. Während der sozialistischen Zeiten entwickelte sich Faulenrost zum ländlichen Zentralort. Es entstanden mehrgeschossige Wohnbauten, eine neue Schule, eine Verkaufsstelle und Eigenheime.
(siehe auch: Wikipedia)

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Touristinformation Stavenhagen
Markt 1
17153 Stavenhagen
Mo-Fr 10.00-17.00 fon: 039954/ 279835 o. 21072
fax: 039954/ 2 10 72
mail: stadt.stavenhagen@t online.de
hp: http://www.stavenhagen.de

Schloss Faulenrost

Bevor die repräsentative Schlossanlage errichtet wurde, diente Faulenrost als Sommersitz der Familie von Hahn. Von 1494 bis 1945 besaßen die Familien von Hahn und von Hahn-Remplin das Anwesen. Die barocke Anlage war nach französischem Vorbild von 1760 bis 1764 erbaut worden. Das Schloss, die beiden mächtigen Kavaliershäuser, die seitlich anschließenden Verbindungsbauten mit Eckpavillons und die Torhäuser schlossen einen großen Ehrenhof ein. Ein großer Brand zerstörte 1968 das Schloss, so dass es abgetragen werden musste. Die beiden Kavaliershäuser blieben erhalten und werden zu Wohnzwecken genutzt.

Baustil/Bauweise: Barock

Kavalierhäuser

Die den Ehrenhof umschließenden Kavaliershäuser haben über Verbindungsbauten Anschluss zu Eckpavillons, so dass diese Gebäudeteile an Größe das Schloss deutlich übertrafen. Die Ziegelbauten wurden verputzt und erhielten Mansarddächer. Das westlich des Ehrenhofes liegende Kavaliersgebäude war der Gutsspeicher. Der Symmetrie halber wurde er mit Schornstein- und Fensterattrappen versehen. Das östlich liegende Kavaliersgebäude hat zwei Geschosse und ein Halb- oder Mezzaningeschoss diente der Unterbringung von Gästen. Das Halb- oder Mezzaningeschoss ist ein typisches Gestaltungselement barocker Schlossbauten. In den niedrigen Räumen wohnte meist die Dienerschaft. Lisenen gliedern die Fassade. Torhäuser, Eckpavillons und Verbindungsbauten dienten gleichfalls als Unterkunft. Die beiden Kavaliershäuser stehen seit Jahren leer. Die Eckpavillons und einer der Verbinder sind saniert und werden bewohnt.

Baustil/Bauweise: Barock

Wirtschaftsgebäude

Nach Norden schließen sich jeweils zwei parallel in Reihe liegende Stallscheunen an, von denen noch eine original erhalten ist. Zwei weitere sind im 19. bzw. 20. Jahrhundert umgebaut, eine in den 70er Jahren abgerissen und durch einen Zweckbau ersetzt worden. Die noch erhaltene bereits 1744 errichtete Scheune besitzt ein ursprünglich schilfgedecktes Krüppelwalmdach. Zwei der Stallanlagen, darunter die barocke Scheune, werden von einem Landwirt bewirtschaftet.

Baustil/Bauweise: Barock

Torhäuser

Den Abschluss der Anlage im Norden bilden die zwei Torhäuser, durch Lisenen gegliedert und mit seitlich anschließenden Stallanbauten (Pferdeställe), wovon einer durch einen Neubau ersetzt wurde. Eines der Torhäuser ist saniert und wird bewohnt.

Baustil/Bauweise: Barock

Ehemalige Gutsmolkerei

Der zweistöckige Fachwerkbau mit Pappflachdach vom Ende des 19. Jahrhunderts diente ab 1935 als Geschäft und Wohnung eines Kaufmanns.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Fischersiedlung mit Fischerhaus

An der Dorfeinfahrt liegt an der Peene die Fischersiedlung von 1935. In dem schilfgedeckten Fachwerkbau ist der "Welshof" mit Verkaufsstelle untergebracht. Angeboten werden frischer Fisch und Räucherware. Der Versand erfolgt deutschlandweit.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Kontakt:
Welshof, Fischerei Schliemann
Dorfstraße 3
17139 Faulenrost
Telefon: 039951/ 2212 (Büro), 039951/ 2
Welshof@web.de
http://www.welshof-schliemann.de

Gaststätte "Zum Fischer Fritz"

Die beliebte Ausflugsgaststätte war an Stelle des alten Peenekrug erbaut und 2003 eröffnet worden. Angeboten werden Erlebnisgastronomie, Fischgerichte aus eigenem Fang und aus hauseigener Räucherei und Angeltouristik.

Baustil/Bauweise: Backstein, Fachwerk

Kontakt:
Welshof, Fischerei Schliemann
Dorfstraße 3
17139 Faulenrost
Telefon: 039951/ 2212 (Büro), 039951/ 2
Welshof@web.de
http://www.welshof-schliemann.de

Landarbeiterkaten

Die sanierten Tagelöhnerkaten in Fachwerkbauweise entlang der Dorfstraße waren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet worden.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Siedlerhaus

Das Siedlerhaus liegt direkt im Ort. Der Wohnteil ist mit Fachwerk gebaut, es schließen sich der Stallteil und die hölzerne Scheune an.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Handwerkerkaten

Der Handwerkerkaten in Klinkerbauweise ist mit einem Davidstern als Zeichen der Freimaurer versehen.

Landschaftspark

Der im 19. Jahrhundert angelegte Landschaftspark muss einen kleinen barocken Vorläufer besessen haben, von dem aber nichts mehr zu erkennen ist. 1939 wurde im Park ein Lagergebäude vom Bund Deutscher Mädel errichtet. Ein Mitte der 90er Jahre wiederhergestellter Rundweg mit Brücke über die Peene verbindet nicht nur einige der interessantesten Parkelemente, wie z.B. einen Turmhügel, sondern lässt den Besucher auch die ehemalige Schönheit dieser Anlage erahnen.

Großsteingrab

In der Feldmark nördlich von Faulenrost befindet sich ein freigelegtes Großsteingrab. Zu erreichen ist dieses aber nur auf Umwegen und wird im Sommer von der Ackervegetation zeitweise verdeckt.

Turmhügel „Spegelbarg“

Der Turmhügel wird mit "Spiegelberg" bezeichnet.

Turmhügel beim Fischer

Von der Fischgaststätte einsehbar, aber auf der anderen Peeneseite und daher nur über das Grundstück von Fischerei Schliemann erreichbar, steht ein weiterer Turmhügel. Dieser wird von einer alten Stieleiche bekrönt.

Eichenreihe

An der Landstraße von Faulenrost nach Waren stehen alte Stieleichen in einer Reihe.

Tiergarten, Rest eines Hudewaldes

Nur noch wenige der 350 Jahre alten Eichen eines ehemaligen, damals noch zum Bauerndorf Rittermannshagen gehörenden Hudewaldes sind erhalten. Von der Landstraße nach Waren sind diese gut einsehbar.

Angeln in der Region Stavenhagen

Rittermannshagener See
Wichtigste Fischarten:
Karpfen, Hechte, Zander, Welse
Bootsverleih zum Angeln:
Fischer Schliemann, Dorfstraße 3, 17139 Faulenrost, 039951/ 2212 o. 2135
Ausgabestelle für Erlaubnisscheine:
Fischerei Schliemann, Dorfstraße 3, 17139 Faulenrost, 039951/ 2212 o. 2135

Kontakt:
Fischerei Schliemann
Dorfstraße 3
17139 Faulenrost
Telefon: 039951/ 2212 o. 2135

Angeln in der Region Stavenhagen

Varchentiner See
Wichtigste Fischarten:
Aale, Schleie, Rotfedern, Forellen, Brassen
Bootsverleih zum Angeln:
Fischer Schliemann, Dorfstraße 3, 17139 Faulenrost, 039951/ 2212 o. 2135
Ausgabestelle für Erlaubnisscheine:
Fischerei Schliemann, Dorfstraße 3, 17139 Faulenrost, 039951/ 2212 o. 2135

Kontakt:
Fischerei Schliemann
Dorfstraße 3
17139 Faulenrost
Telefon: 039951/ 2212 o. 2135