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Kummerow

Von 1222 stammt die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Cummerow. 1255 erhielt der Ort Stadtrecht. Als Burgvogt wird Ludolf Maltzahn 1276 erwähnt. Die Kummerower Burg wird häufig im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen genannt. 1476 brennt das Städtchen völlig nieder und wird wieder aufgebaut. Um 1600 wird die Wasserburg genau beschrieben. Ein großer Graben umgab die Burg. Eine Zugbrücke führte zum Burgwall. Dort standen mehrere Häuser mit sehr dicken Mauern. Das neue Haus war mit vier Stockwerken errichtet. Außerdem gab es ein Kornhaus, einen großen Fangelturm, einen kleinen Zwinger und ein zweistöckiges Torhaus. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurden für Kummerow drei Kirchen angeführt. Nach dem 30jährigen Krieg war Kummerow verwüstet. Die Wasserburganlage verfällt im 18. Jahrhundert und der Bau des Schlosses beginnt unter Verwendung von Material der alten Burg. In der Mitte des 18. Jahrhunderts haben die von Maltzahns, schon seit dem 13. Jahrhundert hier herrschend, große wirtschaftliche Macht und in 35 Dörfern arbeitspflichtige Bauern. Nach dem 2. Weltkrieg dient das Schloss zeitweilig als Quarantänelager. Im Zuge der sozialistischen Produktion entstanden aus den ersten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften größere Einheiten, die zur Trennung in Pflanzen- und Tierproduktion führten. In Kummerow entstanden Neubaublöcke und Eigenheime. Zu dieser Zeit wird der Ort als Urlaubsort immer beliebter. Zwei große Zeltplätze werden angelegt und zahlreiche Bungalows errichtet.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Malchin
Am Markt 1 / St. Johanniskirche
17139 Malchin
Mai bis September: Mo-Fr 10.00-13.00, 14.00-17.00, Sa 9.00-11.00; Oktober bis Mai: Mo-Fr 10.00-12.00, 13.00-16.00 fon: 03994/ 64 01 11
fax: 03994/ 64 01 23
mail: stadtinfo@malchin.de
hp: http://www.malchin.de

Dorfkirche Kummerow

Sehenswert ist die mittelalterliche Dorfkirche mit reicher barocker Innenausstattung. Im Kern enthält die Kirche noch Bauteile aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie wurde allerdings 1760 erneuert und verändert. Die verputzte Kirche hat am Westgiebel einen Dachturm mit Haube. Der Ostgiebel ist mit Rundbogenblenden und Blendenkreuz geschmückt. Die barocke Inneneinrichtung ist vollständig erhalten. Der Kanzelaltar wird mit Blattwerk-Schnitzerei umrahmt. Rankenaufsatz, mehrere Wappen der Familie Maltzahn und allegorische Gemälde schmücken die Patronatsempore. Drei Grabplatten von Familienangehörigen der Maltzahns aus dem 16. Jahrhundert befinden sich im Kirchenraum. Die Orgel stammt von 1854 aus der Grüneberg-Werkstatt in Stettin.

Baustil/Bauweise: Barock

Öffnungszeiten:
Für Besichtigungen und Besuche bitte im Pfarramt melden.

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Kummerow, Pfarrerin Christa Heinke
Dorfstraße 35
17139 Kummerow
Telefon: 039952/ 22 60
Telefax: 039952/ 22 60
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=256

Innenausstattung

Die barocke Inneneinrichtung ist vollständig erhalten. Der Kanzelaltar wird mit Blattwerk-Schnitzerei umrahmt. Rankenaufsatz, mehrere Wappen der Familie Maltzahn und allegorische Gemälde schmücken die Patronatsempore. Die Orgel stammt von 1854 aus der Grüneberg-Werkstatt in Stettin.

Glasmalerei

Mit feiner Glasmalerei aus dem 18. Jahrhundert ist ein Fenster versehen. Dargestellt werden fünf Wappen. Abgebildet ist ein Wappen der Moltzahns und der Bernsteins.

Grabplatten

Drei Grabplatten von Familienangehörigen der Maltzahns aus dem 16. Jahrhundert befinden sich im Kirchenraum. Das Foto zeigt einen Ausschnitt mit einer Reliefdarstellung des Verstorbenen.

Pfarrhaus

Das einstöckige Backsteingebäude mit Mansardwalmdach steht etwas zurückgesetzt von der Dorfstraße und ist von einem großen Gartengelände umgeben.

Kontakt:
Dorfstraße 35
17139 Kummerow

Eingangstür

Eine freundliche Einladung empfängt den Besucher an der restaurierten Pfarrhaustür.

Pfarrhaus mit Kastanie

Hinter der Kastanie mit der weit ausladenden Baumkrone steht versteckt das Kummerower Pfarrhaus.

Schloss Kummerow

1733 wurde das zweigeschossige elfachsige Hauptgebäude mit übergiebelten dreigeschossigen Mittelrisaliten, Pilastergliederung und Mansarddach auf dem jahrhundertealten Familienbesitz für den Landrat Albrecht Freiherr von Maltzahn errichtet. Mehrere Wirtschaftsgebäude wurden gebaut, die zum Teil später verändert wurden. 1945 kam es zur Enteignung der Familie von Maltzahn, das Gebäude wurde als Schule und Gemeindebüro genutzt. 1964 wurde die Anlage restauriert. Im Inneren des Hauptgebäudes sind aus der Erbauungszeit das Treppenhaus mit einer zweiläufigen Treppe und mehrere Räume mit Deckenstuck, darunter auch der Festsaal im ersten Obergeschoss, erhalten. Von den Gartenanlagen existieren noch barocke Lindenalleen, zwischen dem Schloss und dem See breitet sich ein Landschaftspark aus.

Baustil/Bauweise: Barock

Pavillons

An dem zweigeschossigen verputzten Haupthaus liegen seitlich zweistöckige Pavillons mit kurzen Verbindungstrakten.

Eingangstür

Die barocke Eingangstür ist noch gut erhalten. Der Fotoausschnitt zeigt typische geschwungene Gestaltungsformen.

Treppenhaus

Das Treppenhaus ist sehr hoch und repräsentativ gestaltet. Arkadenartig stehen geschmückte Pilaster zwischen hohen schmalen und breiten Bögen.

Wirtschaftsgebäude

Auch die Wirtschaftsgebäude tragen einfache Formen des Barock, wie die Dachgestaltung in Mansardform zeigt.

Kastanienrondell

In der Ortslage steht auf einer Wiesenfläche ein Kreis von alten Kastanienbäumen.

Kummerower See

In der letzten Eiszeit schürfte eine Gletscherzunge ein 30 m tiefes Tal. Als Ergebnis entstand der Kummerower See mit 11 km Länge und bis zu 4,5 km Breite. In den See münden die West- und die Ostpeene, er verbindet Mecklenburg mit Vorpommern. Um den See gibt es mehrere gut angelegte Badestellen, Wasserwander- und Zeltplätze sowie zahlreiche ausgebaute Fahrradwege. Der See bietet mit seiner Größe und in Verbindung mit der Peene viel Freiraum für das Segeln, Surfen, den Kanusport und für Sportboote. Besonderen Reiz bietet die Ostseite des Sees mit dem bis zu 37 m hohen Steilufer. Der See fasziniert nicht nur wegen seiner Größe (33 Quadratkilometer), sondern auch wegen eines witterungsbedingten Phänomens: ständig wechselt er sein Aussehen, blau oder grau, silbern oder golden.

Dorfbild Kummerow

Ideal gestaltet zeigt sich das Ortsbild von Kummerow mit Bauernhäusern, dem mit Bäumen bestandenen Friedhof mit Kirche, hervorragender Kirchturmspitze und Weideflächen, die in die offene Landschaft sanft überleiten.

Deutsche Alleenstraße

Von Malchin kommend gelangt der Reisende entlang der Deutschen Alleenstraße nach Kummerow.