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Qualitz

Im Zusammenhang mit der Klostergründung in Rühn wird auch die Kirche von "Chualitz" 1233 genannt. Die Gemeinde wird erstmals 1329 erwähnt, indem der Bischof Johannes von Schwerin die Dörfer Qualitz und Mankmoos an den Schweriner Domherren Heinrich von Bülow versetzt. Bis heute haben sich die kleinen Bauernstellen und einige Bauernhöfe erhalten. Eine große Bauernstelle liegt außerhalb des Dorfes am Ende der Birkenallee. Die Kirche, das Pfarrhaus mit dem Pfarrgarten und das Küsterhaus stehen auf einer leichten Erhebung inmitten des Dorfes. Die ehemalige Revierförsterei fällt durch das verzierte Wohnhaus auf. Ein historischer Wegweiser aus Stein steht am Wanderweg in Richtung Laase-Warnowtal. In der Nähe des Großsteingrabes von Katelbogen liegt ein weiteres Großsteingrab auf Qualitzer Flur.

Freizeitangebote:

  • Wanderwege
  • Warnowtal

Sehenswertes:

  • Kirche
  • Pfarrhaus und Pfarrgarten
  • Großsteingrab

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Touristinformation Bützow
Markt 1
18246 Bützow
Mo/Mi/Do 8.00-16.00, Di 8.00-17.30, Fr 8.00-13.00 fon: 038461 / 5 01 20
fax: 038461 / 5 01 00
mail: info@buetzow.de
hp: http://www.buetzow.de

Kirche Qualitz

Die spätgotische Kirche von Qualitz stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Fundamente sind zum Teil mit sehr großen Feldsteinen errichtet. Für das übrige Mauerwerk wurde Backstein in unterschiedlichen Formaten verwendet. Von 1873 bis 1874 wurde die Kirche bis auf den Ostgiebel vollständig erneuert. Der Innenraum erhielt eine neugotische Ausstattung. Die hölzerne Decke stammt aus dem Jahr 1893. Im Herbst 2004 konnten Restaurierungsarbeiten vorgenommen werden. Die Kirche erhielt innen einen neuen Anstrich mit feiner Liniengestaltung.

Baustil/Bauweise: Neugotik, Feldstein, Backstein

Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Baumgarten, Pastorin Helga Müller
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 2 22 23
Telefax: 038462/ 3 39 67
http://www.kirche-qualitz.de

Pfarrhaus und Pfarrgarten

1854 wurde das Pfarrhaus errichtet, nachdem der Vorgängerbau abbrannte. Das Haus ist ein eingeschossiger Backsteinbau mit Krüppelwalmdach. Das Pfarrhaus ist von der Kirche verkauft worden und wird privat genutzt. Ferienzimmer werden angeboten. Im Pfarrgarten stehen einige hundertjährige Baumriesen und alte Apfelbäume.

Baustil/Bauweise: Backstein

Kontakt:
Familie Schützler
Am Kirchberg 19
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 2 22 75
schuetzler@qualitz.de
http://www.qualitz.de

Pfarrgarten

Im Qualitzer Pfarrgarten wachsen Stauden, Kräuter, Gemüse, historische und wilde Rosen. Zwei sehr alte Bäume, eine Stieleiche und eine Eibe, stehen hinter dem Pfarrhaus.

Baustil/Bauweise: Backstein

Kontakt:
Familie Schützler
Am Kirchberg 19
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 2 22 75
schuetzler@qualitz.de
http://www.qualitz.de

Küsterhaus

Nach Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Mecklenburg wurde in Qualitz die Schule von 1876 bis 1877 erbaut, etwas später die zum Schulhof gehörende Scheune. Bis 1970 wurde im Küsterhaus unterrichtet. Später waren hier das Gemeindeamt und eine Heimatstube untergebracht. Das Küsterhaus und die Scheune befinden sich jetzt in Privateigentum. Eine Töpferin und eine Filzerin wohnen und arbeiten hier.

Kontakt:
Susanne Wetzel, Dorit Lilienthal
Am Kirchberg 20
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 3 35 50 o. 2 22 14

Keramikwerkstatt Lilienton-Keramik

Die ausgebildete Keramikerin fertigt Gebrauchs- und Kunstkeramik an. Gebrannt wird bei ca. 1230 Grad Celsius. Die Objekte werden glasiert oder mit Pipette und Engobe bemalt.

Öffnungszeiten:
auf gut Glück oder nach telefonischer Vereinbarung

Kontakt:
Dorit Lilienthal
Am Kirchberg 20
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 2 22 14
Telefax: 038462/ 2 22 14
lilienthal_ton@yahoo.de
http://www.qualitz.de

Filzwerkstatt

In der Filzwerkstatt von Susanne Wetzel entstehen die handgefilzten, nahtlosen Figuren, Puppen und Viecher mit den ansprechenden Formen. Jedes Stück ist ein Unikat.

Öffnungszeiten:
nach telefonischer Vereinbarung

Kontakt:
Susanne Wetzel
Am Kirchberg 20
18249 Qualitz
Telefon: 038462/ 3 35 50
viecheria@web.de
http://www.viecheria.de

Scheune

Die 1879 erbaute Fachwerkscheune, die hinter dem Qualitzer Küsterhaus steht, hat ein Flachdach und ist als Querdielenscheune gebaut. In ihr waren Ställe für Kühe, Schweine, Schafe und Hühner, Räume zur Lagerung von Getreide, Holz und Futter sowie drei Trocken-Toiletten eingerichtet. Zur Sicherung des Gebäudes erhielt die Scheune 2003 ein neues Dach.

Baustil/Bauweise: Fachwerk

Kontakt:
Am Kirchberg 20
18249 Qualitz

Bauernhof

Der gut erhaltene Bauernhof liegt außerhalb der Qualitzer Ortslage. Die Gehöftform eines Dreiseitenhofes entwickelte sich um 1850 im Zuge der Agrarreform und dem Entstehen bäuerlicher Einzelgehöfte. Der Dreiseitenhof entspricht der Gutshofanlage und wird deshalb auch als Gutshoftyp bezeichnet. Das Wohnhaus steht an der hinteren Schmalseite und wird rechts und links von Scheune und Stall flankiert.

Baustil/Bauweise: Backstein

Forsthof

Das 1871/1872 erbaute Qualitzer Forsthaus verdankt sein reich verziertes Aussehen dem damaligen Revierförster, der sich in Russland Anregungen für die Gestaltung seines zukünftigen Hauses holte. Zum Hof gehören eine Scheune und ein Stall. Die Revierförsterei ist 2003 aufgelöst und verkauft worden. Jetzt lebt und arbeitet ein Handwerksmeister der Tischlerei und Zimmerei hier.

Baustil/Bauweise: Fachwerk, Backstein

Kontakt:
Thomas Adolphi
Hauptstraße 32
18249 Qualitz
Telefax: 038462/ 33 98 80

Großsteingrab mit Schälchenstein

Das Grab stammt aus der Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren. Alle sechs Decksteine sind erhalten, nehmen aber nicht mehr die ursprüngliche Lage ein. Auf dem ersten befinden sich 5, auf dem vierten Deckstein 122 kleine Schälchen. Vermutlich dienten sie kultischen Handlungen. Weitere Angaben sind auf einer Informationstafel zu finden. Untersucht wurde das Grab von Prof. Dr. E. Schuldt.

Wegweiser

Am Wanderweg von Qualitz in das Warnowtal steht der historische Wegweiser. Der behauene und beschriftete Stein war zu den Zeiten aufgestellt worden, als noch Postkutschen auf den Wegen unterwegs waren.

Birkenallee

Birkenalleen mit einem so hohen Alter sind selten. Die Bäume wurden um 1920 bei dem Bau einer befestigten Schotterstraße gepflanzt.

Wanderweg

Der Wanderweg führt in südliche Richtung nach Laase und in das Warnowtal. Der Weg ist sehr abwechslungsreich und bietet weite Ausblicke in die hügelige Moränenlandschaft.

Naturpark Sternberger Seenland

Qualitz liegt an der nordöstlichen Naturparkgrenze. Das Großschutzgebiet mit einer Fläche von 540 qkm besteht seit 2005. Große Seen, Flusstäler, Hügellandschaften mit Wiesen, Weiden und stillen Wäldern zeichnen das Gebiet aus, das zur Mecklenburgischen Seenplatte gehört. Naturbeobachtungen bieten sich vielerorts an, empfohlen werden Führungen durch fachkundige Spezialisten. Das Warnow-Mildenitz-Tal gilt als das größte Durchbruchstal des Nordens mit bis zu 30 m hohen Steilhängen. Auf dem Rundweg zu wandern bietet zu allen Jahreszeiten Eindrücke. In der Nähe befindet sich bei Groß Raden ein rekonstruierter slawischer Siedlungsort mit Tempelbau. Sehenswert sind die alten Klosteranlagen von Dobbertin, Tempzin, Neukloster und Rühn, die Schlösser und Herrenhäuser mit Parkanlagen, die Feld- und Backsteinkirchen. Künstler und Kunsthandwerker haben sich in dieser reizvollen Landschaft niedergelassen. In ihren Werkstätten werden Unikate und besondere Produkte angeboten.

Kontakt:
Naturpark Sternberger Seenland
19417 Warin, Markt 1
Telefon: 038482/ 2 20 59
Telefax: 038482/ 2 23 42
info-ssl@np.mvnet.de