Der Ort liegt reizvoll an der Tollense. Südöstlich davon erstreckt sich das Waldgebiet Vanselower Holz. Das Gut gehört seit 650 Jahren der Familie von Maltzahn. 1990 konnten Freiherr Jaspar und Freifrau Brigida von Maltzahn das Herrenhaus mit Park zurückkaufen. Das Ortsbild von Vanselow wird noch heute von den typischen Strukturen eines Gutsdorfes mit großen Wirtschaftsgebäuden, den Katenhäusern und Lindenalleen geprägt. Hinter den historischen großen Scheunen-Stall-Gebäuden liegen neuzeitliche Stallanlagen.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Stadtinformation Demmin Bahnhofstraße 23a 17109 Demmin |
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 | fon: 03998/ 22 50 77 fax: 03998/ 22 50 77 mail: info@demmin.de hp: http://www.demmin.de |
Die kleine Kirche gehört zum Maltzahnschen Besitz. Die Familie finanzierte die Restaurierung des neugotischen Baues aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten:
Schlüssel für die Kapelle kann bei Frau Siegried Urbanski, Herrenhaus, abgeholt werden.
Die Kanzel, Gestühl, Emporen und Altar sind aus Holz in schlichten Formen ausgeführt.
P. Grüneberg aus Stettin fertigte 1912 die Orgel an. Die über 300 Jahre alte Glocke war in Rostock in der Werkstatt von J. Schulz gegossen worden.
Schon 1332 wurden die von Maltzahns auf Vanselow erwähnt. Bis auf Unterbrechungen (1654-1731) gehörte ihnen das Gut und Land. Landrat Hans Ludwig von Maltzahn ließ 1870 das repräsentative Herrenhaus im klassizistischen Stil erbauen. Die Pläne fertigte der Schweriner Hofbaumeister Georg Daniel Rauch an. Der zweistöckige Putzbau hat einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und stark vorgezogene Seitenrisalite. Nach der Enteignung 1945 wurde das Haus zu Wohnzwecken genutzt. 1990 konnte Freiherr von Maltzahn Herrenhaus und Parkanlage wieder erwerben. Nach umfangreichen Sanierungen wurde das Herrenhaus bis 2003 als Hotel geführt und steht jetzt der Familie von Maltzahn privat zur Verfügung.
Kontakt:
Jaspar u. Brigida von Maltzahn
17111 Vanselow
Telefon: 03998/ 2 80 90
Telefax: 03998/ 28 09 25
Die weitläufige Parkanlage umgibt das Herrenhaus und erstreckt sich bis an die Tollense. Angelegt wurde der Park schon am Ende des 18. Jahrhunderts. Jetzt stehen hier alte Winter-Linden, Rotbuchen, Stieleichen, Rosskastanien, Eiben und Berg-Ahorn solitär oder in Gruppen. Der Park ist öffentlich zugänglich.
An der Kreuzung Tellin-Roidin-Vanselow-Schmarsow steht der Obelisk in dem kleinen Waldgebiet, das sich an der Tollense entlangzieht. Hier führt auch der Radrundweg „Eiszeitroute“ entlang.
Kontakt:
17111 Vanselow
http://www.eiszeitgeopark.de
Eine große Begräbnisstätte der Maltzahnschen Familienmitglieder befindet sich auf dem Friedhof.
Von Vanselow führt ein Wanderweg in das „Vanselower Holz“ mit dem Clemens-Stein. Der flache Stein erinnert an die Zeit der Hexenprozesse. Hier soll eine angebliche Hexe mit dem Namen „Clemens“ verbrannt worden sein. Für Mecklenburg-Vorpommern sind ca. 4.000 Prozesse bekannt. In über 50 % der Fälle wurde das Todesurteil gefällt und es kam zu schrecklichen Hinrichtungen, denen unvorstellbare Folterungen vorausgegangen waren. Ein erster bekannter Prozess stammt von 1336, ein letzter ist für das Jahr 1777 belegt. Wer sich für dieses Thema interessiert, findet in der Burg Penzlin ein Museum, das sich diesem Thema umfassend widmet. Neben der musealen Aufarbeitung werden auch wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen. Die Burg liegt zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz.
Kontakt:
17111 Vanselow
http://www.penzlin.de
Linden säumen den Weg, der in das Waldgebiet "Vanselower Holz" führt. Nach ca. 3 km gibt es eine Kreuzung. Dort stehen ein alter Wegweiserstein und der Clemens-Stein. In Richtung Roidin in Brückennähe liegen verborgen die Reste der einst mächtigen Burg Osten.
Die Lindenalleen, die in den Ort bis zur Gutsanlage führen, blieben zum Teil erhalten.