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Trittelwitz

Das kleine Dorf Trittelwitz liegt reizvoll in der Flusslandschaft der Peene. Unweit des Ortes befindet sich ein Wasserwander-Rastplatz mit kleinem Hafen. Von dem Ort bieten sich Radwanderungen rund um den Kummerower See und in die Hansestadt Demmin an. In den Urkunden des Klosters Verchen wird der Ort 1255 erstmals genannt und mit „Triteruitz“ bezeichnet. Die Bezeichnung kann von dem slawischen Wort „Tetrevice“ stammen und „die Nachkommen des Tetrev“ bedeuten. Unter preußischer Herrschaft befand sich in Trittelwitz ein Domänengut. 1815 wurde dieses Rittergut, als Wilhelm Christian Popp das Gut und später noch drei Bauernhöfe kauft. Das Gut war vom Bauerndorf Trittelwitz getrennt. Um 1850 lebten im Ort 205 Einwohner. Es gab zwei Bauern, vier Büdner und einen Schäfer. Der Haustierbestand setzte sich aus 14 Pferden, 52 Kühen, 38 Schafen, 18 Ziegen und 38 Schweinen zusammen. Auf dem Gut lebten die Gutsbesitzerfamilie und acht Tagelöhnerfamilien. Auch hier gab es einen großen Haustierbestand: 24 Pferde, 93 Rinder, 847 Schafe und 23 Schweine. Bedeutung hat der Spargelanbau. Erfolgreich ist die Fischerei in der Peene. Hier ist u.a. der Aal ein beliebter Speisefisch. Der letzte Rittergutsbesitzer von Beulwitz verkaufte das Gut 1910 kurz vor seinem Tod an die Pommersche Ansiedlungsgesellschaft. Es wurden 29 Siedlerstellen eingerichtet. Die Größe der Höfe lag zwischen 9 und 28 ha. Im Nordosten vom alten Dorfkern entsteht Neu Trittelwitz. Die übrigen Höfe liegen in der Umgebung des Dorfes. Das Restgut kaufte Herr Beerbaum auf Trittelwitz.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kapelle Trittelwitz

Am Ortsrand befindet sich der Friedhof mit einer kleinen Kapelle für die Familienmitglieder des Rittergutes von Trittelwitz.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Neugotik

Glockenturm

Auf dem Friedhof ist die Glocke in einem gemauerten Turm aus Feld- und Backstein aufgehängt.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein

Gedenktafel

Die Gedenktafel an der kleinen Kapelle erinnert an die Familienmitglieder, die von 1815 bis 1910 auf dem Trittelwitzer Rittergut lebten.

Wasserwanderrastplatz

Der an der Peene gelegene Rastplatz für Kanu- und Paddelbootfahrer eignet sich als Ausgangspunkt für Wasserwanderungen auf der Peene und ihren Altarmen. In dem kleinen Hafen mit Bootsstegen gibt es Angelmöglichkeiten und eine Badestelle. Die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in der Flusslandschaft der Peene ist reichhaltig. Bei ruhigem Verhalten sind hier vielfältige Naturbeobachtungen möglich.