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Törpin

Törpin liegt östlich des Augrabens an der Landstraße L 27 zwischen Altentreptow und Demmin. Am Ortsrand befindet sich ein kleiner See. Der Ort ist eine Slavensiedlung der Tollenser, eines Stammes der Wilzen, aus dem 10. Jahrhundert. Der Ortsname leitet sich aus dem Altprolabischen „Trpa“ ab. 1404 wurde Törpin erstmals erwähnt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Törpin zu einem wohlhabenden Ort mit Bauern, Handwerkern, Händlern und Gewerbetreibenden. Zu dieser Zeit lebten 701 Einwohner im Dorf. Es gab eine Schule, eine Gaststätte und eine Schmiede. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft 1958 gegründet. Es folgte von 1973 bis 1975 die Bildung von Kooperativen der Pflanzen- und Tierproduktion durch Zusammenschluss mehrerer Genossenschaften. Die Törpiner Molkerei arbeitete bis 1976 und nachfolgend befand sich hier bis 1991 eine Käserei als Nebenbetrieb von Altentreptow. Heute leben ungefähr 240 Bewohner in dem Dorf. Nach der Wende gründete sich der Verein „Törpiner Forum“ e.V., er organisiert vielfältige innovative Projekte im Ort.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kirche Törpin

Die Törpiner Kirche liegt auf einem Hügel mit nicht mehr genutztem Kirchhof. Die alte Kirche mit Turm, 1404 erwähnt, wurde 1660 ohne Turm wieder aufgebaut und 1967 gründlich renoviert. Ein hölzerner Glockenstuhl steht vor der Kirche. In der Kirche befindet sich eine 1663 erbaute Grünberg-Orgel. Besonders beeindruckend ruht die unter Naturschutz stehende Traueresche mit ihrem Stamm auf dem Eingangspfeiler zum Kirchhof.

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Hohenbollentin, Pfarrerin Else Bernds-Fischer
17091 Altenhagen, Dorfstraße 39
Telefon: 039996/ 7 02 79
Telefax: 039996/ 7 91 35
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=224

Glockenstuhl

Die Kirche besaß einst einen Kirchturm. Dieser wird 1664 als baufällig beschrieben und es wird geraten, ihn abzureißen. Ein neuer Turm wurde nicht errichtet. Die Glocke erhielt ihren Platz im Glockenstuhl.

Windmühle Törpin

Die 1863 erstmals erwähnte Törpiner Windmühle steht auf einer Anhöhe des nordwestlichen Teils von Törpin. Sie steht unter Denkmalschutz und dient heute als Ferienwohnung. Die Windmühle am Ortsrand von Törpin gibt der Landschaft noch heute einen poetischen Reiz. Wenngleich die Flügel nicht mehr vorhanden sind und sich die Räder nicht mehr drehen, so ist sie dennoch Zeuge der Vergangenheit und der landwirtschaftlichen Produktion.

Kontakt:
Dorfstraße
17111 Törpin

Ehemalige Gärtnerei Martens

Außerhalb der Törpiner Ortslage steht das restaurierte Gebäude der ehemaligen Gärtnerei Martens mit den Jahreszahlen 1923-1998 im Giebel.

Schule

1904 als Backsteinbau nach einem Brand wieder aufgebaut wird das Gebäude zur Zeit renoviert und soll als „Haus Törpin“ ein Vereinszentrum mit Herberge und Treffpunkt der Region werden und für die Verwaltung des Seniorenbeirats Landkreis Demmin e.V. dienen.

Kontakt:
Dorfstraße
17111 Törpin

Ehemaliger Gasthof

1698 in den schwedischen Matrikelkarten ist der Rump’sche Gasthof an der Durchgangsstraße neben der Kirche eingezeichnet. Er diente als Ausspanne und war Schmugglerzentrum im damaligen Grenzgebiet. Das Anwesen mit Festsaal steht unter Denkmalschutz, ist heute renoviert und in privatem Besitz der Familie Pratzel mit einem Verlag. Der Festsaal wird als Veranstaltungsraum des Törpiner Forums e.V. verwendet.

Kontakt:
Dorfstraße 13
17111 Törpin
Telefon: 039996/ 7 01 35
Telefax: 039996/ 7 01 37
pratzel@toerpiner-forum.de
http://www.toerpiner-forum.de

Bauernhaus

Einen schönen Anblick bietet das gepflegte Bauernhaus aus Backstein mit vier davor stehenden Kopflinden. Angelegt war die Großbauernstelle ursprünglich als Dreiseitenhof.

Törpiner See

Auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern liegt der teils 7 m tiefe See mit Schilf umgeben. Zugang zum See hat man durch einen Bade- und Anglersteg am Törpiner Festplatz.

Kontakt:
17111 Törpin

Soll mit Kopfweiden

Sie gehören zur Mecklenburger Landschaft - die Sölle, auch als Augen Mecklenburgs bezeichnet. Die kleinen Gewässer waren während der Schmelzprozesse am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 16.000 Jahren entstanden. Toteisformen, die in das Erdreich sanken und tauten, ließen die Hohlformen entstehen, die das ganze Jahr oder auch nur temporär Wasser führen.