Der Ort war ursprünglich ein Gutsdorf. Davon zeugen die jetzt verfallenden Gebäude der Gutsanlage. 1934 wurde die deutsche Gesellschaft für innere Kolonisation Berlin-Dahlem von Baron von Seckendorff-Brook beauftragt, in den Gütern Sternfeld, Tentzerow, Buchholz und Hohenbüssow sowie in einem kleinen Areal in Hohenmocker Siedlerstellen einzurichten. Im Tentzerower Gutshaus befand sich der Hauptsitz der Siedlungsgesellschaft. Ein Teil der Wirtschaftsgebäude und der Katen wurden umgebaut. Die neuen Häuser werden als „gefällig“ beschrieben. Ein Restgut von ca. 156 ha blieb bestehen. Wer zufällig in den Ort kommt, kann eine Lindenallee mit prächtigen alten Exemplaren bewundern. Der ehemalige Gutspark mit seltenen Bäumen wird leider nicht gepflegt.
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Stadtinformation Demmin Bahnhofstraße 23a 17109 Demmin |
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 | fon: 03998/ 22 50 77 fax: 03998/ 22 50 77 mail: info@demmin.de hp: http://www.demmin.de |
Das Gutshaus ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts als zweigeschossiger Putzbau errichtet worden. Die Hofseite hat eine breite Auffahrt und wird mit Risaliten geziert. Gartenseitig gibt es einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel. Nach 1945 hatte der Rat der Gemeinde hier seinen Sitz, später wurde es zu Wohnzwecken genutzt. Jetzt steht das Gutshaus leer.
Baustil/Bauweise: Putzbau
Das leerstehende Gutshaus ist von einem Landschaftspark mit alten und seltenen Bäumen umgeben. Ein vor Jahren angelegter Baumlehrpfad existiert nur noch in Fragmenten. Der Park mit seinem wertvollen Baumbestand verdient mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Die hohe Pyramiden-Eiche gehört zu den besonderen Gehölzen im Bestand.
Zu den Besonderheiten im Park von Tentzerow gehört die Pyramideneiche. Die Form entstand durch Propfung der Säulenform, die in Süddeutschland erstmals auftrat.
Der frühdeutsche Turmhügel im Park von Tentzerow ist mit alten Stieleichen bewachsen. Im 14./15. Jahrhundert stand hier ein Turm. Hier hielt sich der Lokator auf, der meist ein Adliger war. Seine Aufgabe bestand darin, die deutsche Besiedlung in den von Slawen bewohnten Gebieten voranzutreiben.
Durch den Ort bis zur ehemaligen Gutsanlage führt eine geschlossene Lindenallee mit sehr alten Bäumen.