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Schmarsow

Schmarsow liegt in Nähe der Tollense und ist von Äckern umgeben. Erstmals wurde der Ort 1249 genannt. Die alte Bezeichnung „Smarsowe“ kann von dem slawischen smarz (Morchel) herrühren. In der Ortsmitte stehen das Schloss und gegenüber die Kapelle. Die Familien von Moltzahn, von Eickstedt, von Parsenow und von Maltzahn waren hier Besitzer. Von 1855 bis 1945 gehörte der Besitz Familie von Heyden. Ihr Hauptgut befand sich in Kartlow. Zu DDR-Zeiten wurde Landwirtschaft dann in großen Produktionseinheiten betrieben. Eine Trennung in Pflanzen- und Tierproduktion erfolgte. Nach der Wende gründete sich die Daberkower Landhof AG. Im restaurierten Schloss sind jetzt attraktive Ferienwohnungen eingerichtet. Auch im Pfarrhaus haben Renovierungsarbeiten begonnen, um hier eine Gedenkstätte für Gustav Reichardt und Gerhard Voss einzurichten.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kirche Schmarsow

Der über 600 Jahre alte Backsteinbau steht in Nähe des Schlosses. Der Westgiebel ist mit spitzbogigen Blenden geschmückt. Das Schiff hat drei Kreuzrippengewölbe, die auf nach innen gezogenen Pfeilern ruhen. Im Chor befindet sich ein Rippengewölbe. Die Fenster und das Westportal wurden im 19. Jahrhundert verändert. Innen erhielt der Raum eine neugotische Holzausstattung.

Baustil/Bauweise: Backstein, Gotik, Neugotik

Öffnungszeiten:
Der Kirchenschlüssel ist bei Frau Gisela Triphan, Dorfstraße 19, oder bei Frau Gabriele Kelch erhältlich.

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Kartlow, Pfarrer Reinhard Kuhl
17129 Kartlow, Dorfstraße 14
Telefon: 039999/ 7 02 55
Telefax: 039999/ 7 04 05
kartlow-voelschow@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=253

Orgel

Die Orgel von 1870 stammt aus der Werkstatt des Barnim Grüneberg aus Stettin.

Epitaph

Der Sandstein-Epitaph von 1625 ist E. F. Maltzahn gewidmet.

Pfarrhaus

Das Pfarrhaus war 1815 in Fachwerkbauweise errichtet worden. Ein großes Gartengelände umgibt das Haus. Der Verein "Land und Leute" plant, in dem Haus eine kleine Ausstellung über die beiden Musiker Gustav Reichardt und Charles Voss einzurichten. Konzerte und Workcamps sollen ergänzend dazu angeboten werden.

Baustil/Bauweise: Backstein, Fachwerk

Kontakt:
Dr. Robert Kreibig
17129 Schmarsow
vereinlandundleute@t-online.de
http://www.land-und-leute-ev.de

Teich am Pfarrhaus

Wie ein großer Spiegel wirkt der von Pappeln und Kopfweiden umstandene Teich in der Landschaft.

Schloss Schmarsow

Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert auf den Fundamentresten eines Vorgängerbaues errichtet. Es wird vermutet, dass zum Bau auch Steine der ehemaligen Wasserburg Osten verwendet wurden. 1796 erhielt der zweigeschossige Putzbau die beiden Flügelanbauten mit geschweiften Giebeln, die ihm den schlossartigen Charakter geben. Die Fenster haben eine Quadratform.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Renaissance, Barock

Kontakt:
Andrea Ruiken
10177 Berlin, Auguststraße 89
Telefon: 030/ 2831368 o. 6112018
Telefax: 030/ 6 18 77 28
schloss-schmarsow@web.de
http://www.schloss-schmarsow.de

Schloss Schmarsow, Hauseingang

Das Portal mit Pilastern und gesprengtem Giebel stammt aus der Erneuerung von 1796. Die Dreiflügelanlage enthält Stilelemente des Barock und der Renaissance. Als Familie von Heyden, die ihr Hauptgut in Kartlow hatten, das Anwesen besaß, war in Schmarsow ein Verwalter eingesetzt und Gäste wurden im Schloss untergebracht. Nach der Enteignung nutzte die Gemeinde das Schloss. Seit 2000 befindet sich dieses in Privatbesitz und umfangreiche Restaurierungsarbeiten fanden statt. Dabei konnten Wandmalereien, Wandbespannungen, Dielen- und Terrakotta-Fußböden freigelegt werden.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Renaissance, Barock

Kontakt:
Dorfstraße 41
17129 Schmarsow

Schloss Schmarsow, Innenraum

Im Westflügel des Schlosses werden attraktive Ferienwohnungen angeboten und eine Fahrradstation mit einem breiten Serviceangebot steht für Radler bereit. Unter fachlicher Anleitung können Koch-Kurse belegt werden. Konzerte und Lesungen finden in der Empfangshalle statt.

Kontakt:
Dorfstraße 41
17129 Schmarsow

Burg Osten

Die Wasserburg Osten gehörte zu den mächtigsten von Pommern. Im Mittelalter nahm sie als Sitz der von Moltzahns eine bedeutende politische und wirtschaftliche Stellung ein. Im Verlauf der Zeit kam es immer wieder zu Streitigkeiten der von Moltzahns um ihre Besitztümer. In der Mitte des 17. Jahrhunderts verlor die Burg an Bedeutung. 1855 gelangte Schmarsow mit Borgwall und Osten an Woldemar von Heyden in Kartlow. Heute kann der Besucher nur anhand einiger Feldstein-Mauerreste erahnen, dass hier eine Burganlage mit „Fangelturm und Kleinodgarten“ stand. Bis 1945 stand in der Nähe ein Forsthaus in Fachwerkbauweise. Nur Mutigen sei die Besichtigung der Anlage empfohlen. Beschädigte Holzbohlenwege führen durch Brennnesselgebüsche über den ehemaligen Burggraben zu den von alten Stieleichen bestandenen Burgresten. Die ehemalige Burgstelle befindet sich südwestlich von Schmarsow und kann über den Weg in Richtung Tollense-Tal erreicht werden. Nachdem die Brücke überquert ist, führt ein schmaler Pfad linkerhand in das Burggelände.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Ruine

Wegweiserstein am Weg zur Ostener Brücke

Der Obelisk steht in einem kleinen Waldgebiet, das sich an der Tollense entlangzieht. Hier führt auch der Radweg „Eiszeitroute“ entlang.

Clemens-Stein

Der flache Stein an der Kreuzung Tellin-Roidin-Vanselow-Schmarsow erinnert an die Zeit der Hexenprozesse. Hier soll eine angebliche Hexe mit dem Namen „Clemens“ verbrannt worden sein. Für Mecklenburg-Vorpommern sind ca. 4000 Prozesse bekannt. In über 50 % der Fälle wurde das Todesurteil gefällt und es kam zu schrecklichen Hinrichtungen, denen unvorstellbare Folterungen vorausgegangen waren. Ein erster bekannter Prozess stammt von 1336, ein letzter ist für das Jahr 1777 belegt. Wer weitere Informationen darüber erhalten möchte, findet in der Burg Penzlin ein Museum, das sich diesem Thema umfassend widmet. Neben der musealen Aufarbeitung werden auch wissenschaftliche Untersuchungen vorgenommen. Die Burg liegt zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz.

Linde

Auf dem Friedhofsgelände steht eine sehr alte Linde.

Blutbuche

Die Blutbuche, ein Naturdenkmal, erinnert an Gustav Reichardt und Charles Voss, die hier gemeinsam musizierten. Sie steht im Pfarrgarten.

Gustav Reichardt u. Charles Voss

Gustav Reichardt (1797-1884) vertonte u.a. Gedichte von Ernst Moritz Arndt. Charles Voss (1815-1882) verfasste über 300 Kompositionen und war ein ausgezeichneter Pianist. (Abbildung: G. Reichardt)