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Rustow

In einer Grenzbeschreibung der Stadt Loitz von 1254 wird Rustow mit angeführt. Nachdem das Dorf im 14. Jahrhundert auf Grund lang anhaltender kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört war, lebten 1546 wieder 19 Bauern, ein Schulze und 18 Kleinbauern in Rustow. Als die Schweden Pommern besaßen, wurden umfangreiche Zählungen und Vermessungen vorgenommen. Sie wurden 1697 veröffentlicht. Zu dieser Zeit hatte Rustow fast keine freien Bauern mehr. Es gab ein Gut mit 22 Untertanen und vier Bauern. Die ehemalige Gutsanlage mit restauriertem Gutshaus, gepflegtem Park und Kapelle liegt südlich der Durchgangsstraße am Rand der Peene-Niederung. An der Straße von Rustow nach Vorbein befindet sich das Naturschutzgebiet Kronwald.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kapelle Rustow

Die Kapelle befindet sich neben dem Gutspark. Den Putzbau mit Mansarddach ließ Samuel Adolph von Baerenfels nach Entwürfen des Architekten Johann Gottfried Quistorp 1790 erbauen. Der Architekt Qistorp aus Greifswald war der Zeichenlehrer von Caspar David Friedrich.

Baustil/Bauweise: Putzbau

Öffnungszeiten:
Der Schlüssel für die Kapelle kann bei Frau Schwadtke, Am Anger 6, abgeholt werden.

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Loitz I, Superintendent Bernd-Ulrich Gienke
17121 Loitz, Marktstraße 166
Telefon: 039998/ 3 03 10
Telefax: 039998/ 3 03 19
loitz@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=257

Kapellen-Innenraum

Die Ausstattung im Innenraum mit Holzdecke und säulengeschmücktem Kanzelaltar strahlt Eleganz aus. Die Holzdecke konnte 1970 und die Orgel um 1990 restauriert werden.

Gutshaus Rustow

Das Gutshaus liegt in ruhiger Lage, umgeben von einem großen Park. Zum Gebäude führt eine vierreihige Lindenallee hin. Die Familie von Baerenfels besaß das Gut von 1695 bis 1845. Sie ließ 1808 das Gutshaus im klassizistischen Stil errichten. 1856 kaufte Familie Schmidt das Gut. Dieses wurde 1929 aufgesiedelt. Nach dem 2. Weltkrieg waren im Gutshaus Waisenkinder untergebracht. Nachfolgend befanden sich in dem Haus ein Hilfsschulheim und von 1990 bis 1998 soziale Einrichtungen. Als im Jahr 2000 die Firmengruppe Beck das Anwesen erwirbt, werden das Gebäude innen und außen saniert bzw. restauriert. Es entstanden Büro-, Arbeits- und Gesellschaftsräume sowie fünf Wohnungen. Das Gutshaus ist ein zweigeschossiger Putzbau auf einem hohen Kellergeschoss.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Klassizismus

Kontakt:
Firmengruppe BECK, 90425 Nürnberg, Ettersdorfer Straße 7
17121 Rustow
Telefon: 0911/ 9 34 08 58
Telefax: 0911/ 9 34 08 28
pia.witte@beck-elektronik.de
http://www.gutshaus-rustow.de

Giebel mit Wappen

Im Dreiecksgiebel des hofseitigen Mittelrisalites befinden sich zwei Wappen, gehalten von zwei Bären. Ein Wappen ist der Familie von Baerenfels zuzuordnen.

Park

Der gepflegte Park hat eine Größe von 1,5 ha und weist einen sehenswerten Altbaumbestand auf. Die Neuanpflanzungen sichern den Erhalt des Parks auch in ferner Zukunft. Das Gelände erstreckt sich bis in den Uferbereich der Peene.

Öffnungszeiten:
Der Park ist öffentlich zugänglich.