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Pustow

1250 bestätigte Papst Innocenz IV. den Mönchen des Klosters Eldena bei Greifswald ihren Besitz und führte unter anderem auch „villa de Budiston“ an. Die Bezeichnung ist nicht ganz sicher gedeutet und kann von dem altslawischen Wort „pusti“ (öde, leer) abgeleitet sein. 1343 wird der Ort schon mit Pustow bezeichnet. Zu dieser Zeit lebten die drei adligen Familien Dowyt, Schekebus und Teterin hier. 1717 übernahm der schwedische Kavallerieoffizier Ernst Ludwig von Scheelen Pustow neben anderen Besitzungen in Vierow, Trissow, Göslow und Böken. 1785 kaufte der schwedische Rittmeister Philipp von Braun die Güter Pustow und Damerow, einschließlich des Personals. Bis 1928 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Braun. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten zur Aufgabe des Gutsbetriebes und es wurden 15 Siedlerstellen gegründet. Das Restgut mit 101 ha kaufte 1936 der Landwirt Eduard Teschke. Der kleine Ort liegt idyllisch am Schwingebach. Das Gebiet wurde auf Grund seiner besonderen natürlichen Ausstattung als Schutzgebiet erklärt. Mehrere Bodendenkmale stehen in der Umgebung von Pustow.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Gutshaus Pustow mit Pflasterstraße und Allee

Das erste Gutshaus war 1724 als Fachwerkbau errichtet worden. Ihm folgte an dessen Stelle 1865 ein Backsteinbau mit neugotischen Merkmalen. Bis 1790 gehörte das Gut der Familie von Scheelen, nachfolgend bis 1928 der Familie von Braun. Dann wurde der Besitz in Siedlerstellen geteilt. Zu Zeiten der DDR war in dem Gutshaus ein Ferienheim eingerichtet worden. Jetzt befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz. In dem Gutshausanbau ist eine große Ferienwohnung eingerichtet worden. Das Haus liegt in ruhiger Lage am Ende des Dorfes und ist von einem Park mit altem Baumbestand umgeben. Auf den umliegenden Weiden werden Mutterkuhherden und Pferde nach ökologischen Kriterien gehalten.

Baustil/Bauweise: Backstein, Neugotik

Kontakt:
Herr Freise
17121 Pustow
Telefon: 039998/ 1 06 49 o. 1 20 62

Gruftkapelle

Die Kapelle steht am Rand des Gutsparks und ist von hohen Bäumen umgeben. Der Putzbau von 1736 mit achteckigem Grundriss schließt mit einem Mansardwalmdach ab. In der Mitte ist ein Fachwerkturm mit Laterne angebracht. In den vergangenen Jahrzehnten war die Kapelle dem Vandalismus und Verfall preisgegeben. Die barocke Inneneinrichtung ist zur Zeit ausgelagert. Die Kapelle befindet sich jetzt wieder in Privatbesitz und wurde baulich gesichert.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Fachwerk, Barock

Kontakt:
Herr Freise
17121 Pustow
Telefon: 039998/ 10649 o. 12062

Großsteingräber

An dem Feldweg von Pustow-Dammerow nach Groß Zastrow liegen die zwei Großsteingräber.

Hügel- und Großsteingräber

In der Umgebung von Pustow gibt es mehrere Großsteingräber, die als Bodendenkmale geschützt sind. Nahe dem Weg Pustow-Dammerow kurz vor dem Schwinge-Bach ist auf einem baumbestandenen Hügel ein eindrucksvolles Großsteingrab zu finden.