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Nossendorf

Nossendorf liegt nordwestlich von Demmin in einer Landschaft mit Acker- und Weideflächen. 1292 gehörte Nossendorf teilweise und 1318 dann vollständig der Stadt Demmin. Bei einem großen Brand 1577 wurden acht Bauernhöfe zerstört und die Stadt richtete hier ein „Ackerwerk“ (Gut) ein. Als Pommern schwedisches Eigentum war, fanden umfangreiche Vermessungen und Einwohnerzählungen statt. Diese wurden 1697 veröffentlicht. Über Nossendorf ist zu erfahren, dass es 1 Pächter, 9 Vollbauern, 7 Halbbauern, 1 Tagelöhner und 3 Untertänige gab. Der Ort wird als großes Angerdorf beschrieben. Die zu DDR-Zeiten errichteten mehrstöckigen Plattenbauten stören das dörfliche Erscheinungsbild.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kirche Nossendorf

Die Feldsteinkirche mit quadratischem Westturm war am Ende des 13. Jahrhunderts erbaut worden. Einhundert Jahre später wurden der polygonale Chorabschluss aus Backstein mit Strebepfeilern und der westliche Blendengiebel angefügt. Der barocke Kanzelaltar hat einen reich geschnitzten Baldachinaufbau und Figurenschmuck. Das älteste Ausstattungsstück ist ein Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Auf einer Grabplatte des Gerard de Lynden sind der Verstorbene und seine Mörder als Ritzfiguren dargestellt (14. Jahrhundert). In der Kirche ist mit Restaurierungen begonnen worden. Noch fehlende Geldspenden könnten eine Fortsetzung der Arbeiten ermöglichen.

Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Gotik

Öffnungszeiten:
Kirchenschlüssel bei Herrn Bosemann, Hauptstraße 23 (ehemaliges Küsterhaus)

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Wotenick, Pfarrer Norbert Raasch
17111 Wotenick, Dorfstraße 78
Telefon: 03998/ 25 86 15
Telefax: 03998/ 25 86 16
wotenick@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=230

Chor

Der Chorraum konnte 2004 restauriert werden. Doch das ist erst der Beginn von umfangreichen und dringend notwendigen Baumaßnahmen.

Sakramentsschrank

Eine schlichte Malerei mit Darstellung der Kreuzigungsgruppe befindet sich in der Innentür des Sakramentsschrankes aus dem 14. Jahrhundert.

Grabstelen

Die Grabwangen aus Kalkstein stammen aus dem 17./18. Jahrhundert.

Bauernhof

Das Bauernhaus war um 1860 erbaut worden. Von 2003 bis 2005 wurde das vernachlässigte Gebäude von dem Sohn des letzten Besitzers wieder bewohnbar hergerichtet. Der Hof und der Park sind jetzt ansehnlich gestaltet. Herr Syberberg, ein Filmemacher aus München, hat sich hier einen Lebensraum geschaffen. Er setzte sich gemeinsam mit der Kirchgemeinde für die Restaurierung der Nossendorfer Kirche ein.

Baustil/Bauweise: Putzbau

Kontakt:
17111 Nossendorf
http://www.syberberg.de

Linde

Der alte Lindenbaum, neben dem Bauernhaus stehend, spendet Schatten und Kühle an heißen Sommertagen.