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Meesiger

Der Ort liegt in Nähe des östlichen Ufers des Kummerower Sees im Naturparkgebiet. Zutreffend ist die Deutung des Ortsnamens, denn dieser lässt sich auf das slawische Wort „Mesyggorje“ (ein zwischen zwei Höhen liegender Ort) zurückführen. In einer Urkunde erscheint „Mesegorre“ 1330 erstmals schriftlich. 1806 besetzten französische Soldaten das Dorf und mussten täglich verpflegt werden. Es wird berichtet, dass sie freundlich auftraten, in Haus, Hof und Feld halfen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts lebten in Meesiger 17 Bauern, ein Predigerbauer und 11 Kleinbauern. Es gab eine Schule mit Lehrer. Der Tierbestand setzte sich aus 266 Rindern, 418 Schafen, 53 Ziegen und 80 Zuchtpferden zusammen. Für die Gewinnung von Heizmaterial wurden beträchtliche Mengen an Torf abgebaut. Lehm, Ton, Mergel und Kies wurden nach Bedarf abgebaut. In dieser Zeit entstanden 26 Bauernhöfe, die um den Ort verstreut lagen. Nach dem 2. Weltkrieg wird 1955 die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft gegründet. Neben der Landwirtschaft entwickelte sich in Meesiger der Tourismus. Neunzig Privat- und Betriebsbungalows wurden errichtet.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kirche Meesiger

Die Bauern von Meesiger errichteten die Kirche nach dem 30jährigen Krieg als vorläufige Notkirche. Aber sie steht noch heute. Der zum Teil verputzte Feldsteinbau hat einen Ostgiebel in Fachwerkausführung. Der Turm ist vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts aus Feld- und Backstein errichtet worden. Die Strebepfeiler sind jünger. Der barocke Altaraufsatz mit einfachem Schnitzwerk und Bemalungen ist um 1700 angefertigt worden. Eine Kruzifix-Figur steht mittig vor einem Gemälde im Hauptfeld. Die einfache Kanzel ist etwas jünger und hat eine Moses-Büste als Kanzelfuß. Die Emporen aus dem 17. Jahrhundert sind mit allegorischen Figuren bemalt.

Öffnungszeiten:
Kirchenschlüssel kann bei Herrn Skubsch abgeholt werden (Haus neben der Kirche)

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Verchen
17111 Verchen, Pastorweg 7
Telefon: 039994/ 1 04 43
Telefax: 039994/ 1 04 43
verchen@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=228

Windmühle Meesiger

Einen guten Standort hat die Windmühle von Meesiger. Von hier aus bietet sich ein weiter Blick über den Kummerower See mit der umgebenden Landschaft. Bis 1945 drehten sich die Flügel durch Wind und übertrugen die Kräfte auf die Maschinen im Inneren. Nach der Stilllegung fanden Plünderungen am Gebäude statt. Mehrmals gab es Pläne, die Mühle wieder aufzubauen. Aber nachdem 2003 die Flügelwelle abstürzte, ist der völlige Zusammenbruch der Meesiger Windmühle absehbar.

Großbauernhaus

Die große Scheune, 1903 erbaut, erinnert an die reichhaltigen Ernten, die auf dem Bauernhof eingefahren wurden. Das repräsentative Wohnhaus weist auf den Wohlstand hin, den der Bauer durch harte Arbeit erreicht hatte.

Querbüdnerei

Die Querbüdnerei mit rohrgedecktem Dach steht gegenüber der Kirche. Der Vorgarten hat mit Buchsbaum eingefasste Beete. Hier lebten einst Kleinbauern, die Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben. Die Querdurchfahrt war notwendig, da sich hinter dem Gebäude der Stall befand.

Ponyhof Meesiger

Steffi und Michael Krötki bieten auf ihrem Ponyhof Reitunterricht für Kinder (ab 3 Jahre) und für Erwachsene an. Organisiert werden auch Geländeritte. Auf dem Ponyhof werden vor allem für Kinder Angebote gemacht: Reiterferien, Gestaltung von Festen und Geburtstagen. Außerdem werden hier viele Haustiere gehalten. Für Kinder ist es immer wieder ein Ereignis, wenn sie junge Tiere streicheln dürfen.

Kontakt:
Steffi u. Michael Krötki
Unner Dörp 118
17111 Meesiger
Telefon: 039994/ 79943 o. 0170/ 3275580
ponyhof-meesiger@kroetki.de

Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See

Meesiger liegt im östlichen Randgebiet des Naturparks am Kummerower See. Die Naturparkverwaltung hat in Basedow ihren Sitz. Das Gebiet umfasst 67.300 ha und zeichnet sich durch eine typische Kulturlandschaft mit reicher Naturausstattung aus. Sehenswert sind die alten Schlösser und Herrenhäuser mit den Parkanlagen. Der Malchiner und der Kummerower See sowie ein Abschnitt des Peenetals liegen im Naturpark. Bezeichnend für das Gebiet sind zahlreiche Aussichtspunkte von den Hügeln in eine anmutige Landschaft mit Alleen, Hecken, Feldgehölzen, ehrwürdigen alten Stieleichen und Siedlungen. Einer der schönsten Ausblicke bietet sich vom 96 Meter hohen Röthelberg im Park von Burg Schlitz.

Borrentiner Os

Östlich von Meesiger in Nähe des Weges nach Borrentin liegt die mit Kiefern bestandene Erhebung. Während des Schmelzens der Eismassen am Ende der letzten Eiszeit bildeten sich diese Wälle aus Sand und Kies in den Eistunneln der Gletscher. Sie sind in der Landschaft als bahndammartige Wallzüge erkennbar und als Geotope geschützt. Das Foto zeigt den Oszug von der Sommerfelder Seite.