Medrow war erstmals 1242 schriftlich genannt worden. Besiedelt war es schon früher, denn eine slawische Burg mit Wassergraben ist nachgewiesen. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde das Dorf von Rittern regiert. Im 17. Jahrhundert wird Jacob von Pfuhl (1626-1702) mit Medrow und Nehringen belehnt. Es folgte Graf Meyerfeldt. Er ließ ein Glashüttenwerk auf dem nordöstlichen Teil der Besitzung errichten. Die Zahl der Beschäftigten war sicher hoch, denn das Kirchenbuch vermeldete von 1736 bis 1755 hohe Geburts- und Sterbezahlen. 1755 übernahm die Familie von Hagenow pachtweise die Güter von Medrow, Langenfelde und Glewitz. Das Gut Hagenow wurde einige Jahre später gekauft. 1828 übernahm der zweite Sohn Wilhelm von Hagenow das Gut Medrow und ließ neue Wirtschaftsgebäude errichten bzw. umbauen. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Flucht 1945 sind die Witzlebens Gutsbesitzer und führten hier eine vorbildliche Gutswirtschaft. 1932/1933 wurde das Gut an die Loitzer Siedlungsgesellschaft verkauft. Von 4.500 Morgen Land verblieben 1.000 Morgen Land für das Restgut für Eric von Witzleben. Ungefähr 70 Stellen wurden eingerichtet. Vollbauern erhielten 60 Morgen, Halbbauern 40 Morgen und ehemalige Gutsarbeiter 30 Morgen Land. Noch heute künden die großen Scheunen und Ställe von dem einstigen großen landwirtschaftlichen Betrieb des Gutes. Sie werden aber nur noch teilweise zu wirtschaftlichen oder Wohnzwecken genutzt. Die modernisierten Katen ziehen sich beidseitig der Straße entlang, die zum Gutshaus führt. Dieses steht leer und ist von einem großen Park umgeben.
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| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Stadtinformation Demmin Bahnhofstraße 23a 17109 Demmin |
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 | fon: 03998/ 22 50 77 fax: 03998/ 22 50 77 mail: info@demmin.de hp: http://www.demmin.de |
Die Kirche war in der Mitte des 13. Jahrhunderts als Feldsteinbau errichtet worden. Der Chor wird mit einem Kreuzgewölbe geschlossen. Backstein wurde für die Gestaltung des Ostgiebels mit Blenden und einer zentralen Kreuzblende sowie für Tür- und Fenstereinfassungen verwendet. Nach der Zerstörung der Kirche im Brandenburgisch-Schwedischen Krieg im Jahr 1678 wurde sie bis auf den Turm wiederhergestellt. Der Kanzelaltar wird mit Muschel-Dekor, einem Relief der Taufe Christi und einem bekrönenden Christus geschmückt (Mitte 18. Jahrhundert). Gottesdienste finden monatlich statt.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Backstein, Gotik, Barock
Öffnungszeiten:
Besichtigungen sind mit dem Pfarramt zu vereinbaren.
Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Glewitz, Pfarrer Rolf Kneißl
18513 Glewitz, Dorfstraße 44
Telefon: 03334/ 4 54
Telefax: 033334/ 6 93 40
glewitz@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=247
Im gemauerten Glockenstuhl hängt eine sehr alte Bronze-Glocke von 1414 mit dem Wappen von Stralsund. Sie war von dem Glockengießer J. Karl aus Stralsund angefertigt worden.
Zum Gutshaus führt eine Linden-Allee. Direkt vor dem Haus stehen zwei starke Platanen. Das verputzte Gutshaus hat zweieinhalb Geschosse. Vor der Hauptfront befindet sich ein viergeschossiger Treppenturm. Errichtet wurde das Gutshaus zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als der zweite Sohn Wilhelm Hagenow das Gut übernahm. Nach dessen Tod führte der Schwiegersohn Ernst von Witzleben die Gutswirtschaft weiter. Er ließ im Ackerland Drainagen einbauen. Dadurch war der Anbau von Zuckerrüben möglich. Da er früh verstarb (1886), übernahm 1888 sein Sohn Ernst von Witzleben das Gut. Über ihn wird berichtet, dass er ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Arbeitern und Angestellten hatte. 1910 ließ er eine Obstanlage anlegen, die mit „Hermannshain“ bezeichnet wurde. Der Schlosspark erhielt ein schmückendes Schutzgitter. Alle Wohnhäuser erhielten 1915 Stromanschluss. Obwohl das Gut aufgesiedelt wurde, blieb die Familie auf dem Gut und bewirtschaftete noch 1.000 Morgen Land. Bevor die russischen Besatzungstruppen 1945 eintrafen, verließ die Familie von Witzleben Medrow und flüchtete nach Westdeutschland. Das Gutshaus steht jetzt leer.
Baustil/Bauweise: Putzbau
Die große Gutsscheune hat ein sehr hohes Krüppelwalmdach und eine Querdurchfahrt.
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Der ausgedehnte Landschaftspark verfügt über einen beachtlichen Altholzbestand von Stieleichen, Linden, Rotbuchen, Lärchen und Weißbuchen. Die Rasenflächen werden von der Gemeinde gepflegt. In einem Parkteil ist der Sportplatz angelegt.
Zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges sind auf dem Friedhof Steine in der Art eines Großsteingrabes aufgebaut.
Eine kräftige Stieleiche steht auf dem Friedhof von Medrow. Sie ist als Naturdenkmal geschützt.