Aus Richtung Gatschow kommend führt eine Kopfsteinpflasterstraße an dem gut erhaltenen Mühlenkomplex vorbei nach Leistenow. Im Ort gibt es eine kleine Kapelle. Das Gutshaus mit Lenné-Park befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. 1291 wird der Ort erstmals mit der Bezeichnung „Lecesow“ schriftlich erwähnt, als Lutgard, die Witwe des Johannes von Arttenburg, dem Kloster Dargun zwei Hufen Land aus Leistenow vermacht. Nachfolgend sind die von Walsleben und seit 1783 die von Heyden Besitzer.
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| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Stadtinformation Demmin Bahnhofstraße 23a 17109 Demmin |
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 | fon: 03998/ 22 50 77 fax: 03998/ 22 50 77 mail: info@demmin.de hp: http://www.demmin.de |
Die schlichte Kirche, ein Putzbau, war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut worden. Sie steht auf dem Friedhof in Nähe des Lenné-Gutsparkes. Die Innenausstattung mit Altaraufsatz, Gestühl und Empore stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Altar enthält Gemälde der Kreuzigung, des Abendmahles und Wappen der Familien von Walsleben und von Borck.
Baustil/Bauweise: Feldstein, Putzbau
Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Beggerow, Pfarrer Ralf Ott
17111 Beggerow, Dorfstraße 29
Telefon: 039996/ 70217 + 70218
Telefax: 039996/ 7 02 16
beggerow@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=242
In dem hölzernen Glockenstuhl hängt eine Glocke von 1859, die von Schünemann aus Demmin gegossen wurde.
Vor dem westlichen Giebel der Kirche sind alte Grabstelen aufgestellt.
Vor dem restaurierten Gutshaus liegt eine große Auffahrt mit Rondell. Hinter dem Gebäude erstreckt sich ein kleiner Landschaftspark. Die Familie von Walsleben besaß das Gut bis 1756. Es gelangte dann in den Besitz der Familie von Heyden. Das Gutshaus war 1842 im Stil des Klassizismus errichtet worden. Das zweistöckige Gebäude ist verputzt und hat einen Mittelrisalit mit flachem Dreiecksgiebel. Die Fassade wird durch Gurtgesimse gegliedert. Jetzt befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz.
1841 legte Peter Joseph Lenné einen englischen Landschaftspark im Auftrag von Johann Detloff Herrmann von Heyden an. Der gepflegte Park gehört zu den am besten erhaltenen, kleinen Lenné-Anlagen des Landkreises. Er zeichnet sich durch einen artenreichen Baumbestand aus. Alleen, ein kleiner Wasserlauf und Gewässer bereichern die Anlage.
Verträumt liegt die Wassermühle außerhalb der Ortslage in dem kleinen Bachtal des Augrabens in reizvoller Lage. Alle Gebäude des Mühlenkomplexes sind noch gut erhalten. Wann hier die erste Wassermühle stand, ist nicht bekannt. Als 1698 die schwedische Landerfassung stattfand, wurde auch die Leistenower Mühle eingetragen. Sie brannte 1868 ab, wurde wieder aufgebaut und durch eine Ölmühle ergänzt. Sie arbeitete mit zwei unterschächtigen Wasserrädern. Diese wurden 1909 durch eine Turbine ersetzt, die bis 1975 die Antriebe der Mühle in Bewegung hielt. Dann folgte eine Umstellung auf Elektromotoren. 1960 begann die Mischfutterproduktion. Von 1917 bis 1944 arbeiteten Hermann Millow, bis 1975 Hans Millow und zuletzt Erika und Georg Michael in der Mühle, die sie auch jetzt noch bewohnen.
Kontakt:
Mühlendamm
17111 Leistenow
Auf dem kopfsteingepflasterten und mit Blumen geschmückten Mühlenhof ist Ruhe eingekehrt. Seit 1991 ist der Mühlenbetrieb eingestellt. Die Mühle wird jetzt von Familie Michael bewohnt, die zuletzt den Mühlenbetrieb führte.
Der Plan, in der großen Brennerei ein Hotel einzurichten, hat sich zerschlagen. Dafür hat hier ein Storchenpaar Einzug gehalten und seinen Horst auf den Schornstein gesetzt.
An dem unbefestigten Landweg von Leistenow nach Strehlow liegen Großsteingräber. Zwei davon sind stark mit Sträuchern überwachsen und nicht begehbar. In der Nähe von Strehlow befindet sich ein drittes Großsteingrab, von wenigen Sträuchern und Totholzbäumen umgeben.
Die eingegrünte Kopfsteinpflasterstraße zur Leistenower Mühle bietet an heißen Sommertagen viel Schatten und Kühle.
Schnell plätschernd eilt das Wasser des Augrabens im unverbauten Bachlauf in Richtung Tollense dahin. Die Zeiten der Nutzung der Wasserkraft für die Mühlräder sind Geschichte geworden.
Die Pflanze blüht im zeitigen Frühjahr mit rötlicher Blüte vor dem Blattaustrieb. Die großen, bis zu 60 cm breit werdenden Blätter erinnern etwas an Rhabarber. Die Pestwurz gedeiht an kühlen und nährstoffreichen Bachläufen oder feuchten Wiesen, unter anderem auch in der Augrabenniederung an der Leistenower Wassermühle.