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Hohenbrünzow

Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Ortes stammt von 1264. Damals lauteten die Bezeichnungen Brunzow, Bronezowe und Bronesowe. In einer Urkunde von 1310 wird ein Ritter Berthold von Artlenburg aus Hohenbrünzow erwähnt. Aber schon vier Jahre später verschenkte der Pommernherzog das Dorf dem Kloster Verchen am Kummerower See. Im 15. Jahrhundert wechselten die Besitzer und Pächter von Hohenbrünzow häufig. Zu Beginn des 30jährigen Krieges wurde die Familie von Schwerin als Besitzer angeführt. Als Hans Bogislaw von Schwerin die Güter Hohenbrünzow, Strehlow und Hohenmocker kaufte, setzte er Pächter für die Bewirtschaftung ein. 1798 übernahm Carl August Bogislaw von Schwerin die Güter Hohenbrünzow und Strehlow. Über die Größe des Gutes wird 1862 berichtet: es gibt das Gutshaus mit 19 Wirtschaftsgebäuden, eine Schmiede, zehn Wohnhäuser und nur einen Bauernhof. Nachdem der letzte Schwerinsche Gutsbesitzer 1933 verstorben war, pachtete der Schwiegersohn Hans Ulrich von Oertzen das Anwesen. 1945 verließ er mit dem größten Teil seiner Familie Hohenbrünzow. Ein Volkseigenes Gut wurde 1945/1946 eingerichtet. Daraus entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft eine kooperative Abteilung. Die Firmen Böhm und Nordkartoffel pachteten 1991 das ehemalige Gut.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Gutshaus Hohenbrünzow

Das Gutshaus und die Wirtschaftsgebäude sind in ihrem Baustil und in der Anlage beispielhaft erhalten geblieben. Leider werden alle Gebäude nicht mehr genutzt. Das Gutshaus mit großer Auffahrt war am Ende des 19. Jahrhunderts im spätklassizistischen Baustil umgebaut worden. Dem Mittelrisalit ist ein Altan mit zwei Säulen vorgelagert, ein beliebtes Gestaltungsteil zu dieser Zeit. Eine Urkunde, die 1963 bei Renovierungsarbeiten an der Fassade gefunden wurde, gibt an, dass der Neubau des Schlosses 1891 vollendet war. Bauherr war der Gutsbesitzer Louis von Schwerin. Über ihn wird berichtet, dass er sich durch Ruhe und Sachlichkeit auszeichnete und viel Gutes stiftete. Nach seinem Tod 1933 führte sein Schwiegersohn Hans-Ulrich Oertzen das Gut bis 1945 weiter. Er floh mit seiner Familie in den Westen. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich in dem Gebäude eine Berufsschule. Das verkaufte Gutshaus steht schon einige Jahre leer.

Baustil/Bauweise: Putzbau, Klassizismus

Wirtschaftsgebäude

Das langgestreckte Stall-Scheunen-Gebäude, dessen Verfall beginnt, gehört zum ehemaligen großzügig angelegten Wirtschaftshof.

Baustil/Bauweise: Backstein

Park

Das Gutshaus ist von einem kleinen Landschaftspark mit altem Baumbestand umgeben.

Tulpenmagnolie im Park

In dem Park stehen alte interessante Bäume. Im Frühjahr entfaltet die Tulpen-Magnolie vor dem Blattaustrieb ihre großen Blüten, die außen rosa und innen weiß gefärbt sind.