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Ganschendorf

Das Gebiet um Ganschendorf war schon früh besiedelt. Die Grabanlagen und Burgstellen um den Ort weisen darauf hin. Die ältesten Zeitzeugen stammen aus der frühen Steinzeit. Als die deutschen Siedler im 13. Jahrhundert in das damals von slawischen Stämmen bewohnte Land eindrangen, wurde Ganschendorf gegründet und 1264 erstmals schriftlich erwähnt. In dieser Zeit gehörte das Dorf der reich begüterten Familie Voß und gelangte 1265 teilweise in den Besitz des Klosters Dargun. Seit 1490 befand es sich über Jahrhunderte fast ausschließlich im Maltzahnschen Besitz. Auf Grund der Stein-Hardenbergschen Reformen wurden die Bauern 1817 von den Gutsdiensten befreit. Im Jahr 1844 lebten 13 Bauern im Dorf. In diesem Jahr fand auch eine Neuvermessung der Ganschendorfer Flur statt. Vier Bauern errichteten neue Höfe. Das Torfmoor gehörte allen Bauern zu gleichen Teilen und sie durften eine festgelegte Höchstmenge zu Brennzwecken abbauen. Von den Lehm- und Sandgruben durfte unentgeltlich Material entnommen werden. Der Gutshof wurde neu aufgebaut. 1883 gelangte das Gut wieder in den Besitz der Familie von Maltzahn, die das Gut bis zur Vertreibung 1945 besaß. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden das 120. und das 125. Jubiläum eines freien Bauerndorfes gefeiert. Eine umfassende Chronik ist unter www.toerpiner-forum.de zu finden.

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Stadtinformation Demmin
Bahnhofstraße 23a
17109 Demmin
Mo-Fr 9.00-12.00, Mo 13.00-16.00, Di u. Do 13.00-15.30 fon: 03998/ 22 50 77
fax: 03998/ 22 50 77
mail: info@demmin.de
hp: http://www.demmin.de

Kirche Ganschendorf

Der Backsteinbau wurde Ende des 19. Jahrhunderts in neugotischer Formgebung errichtet. Die Orgel war 1896 von G. Grüneberg aus Stettin angefertigt worden. Im Turm befindet sich eine Glocke von 1517. Ein neues Dach erhielt die Kirche 2004. In diesem Jahr konnten auch Renovierungen nach alten Vorbildern im Inneren vorgenommen werden.

Baustil/Bauweise: Backstein, Neugotik

Öffnungszeiten:
Die Kirche ist in den Sommermonaten am Tag geöffnet.

Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Beggerow, Pfarrer Ralf Ott
17111 Beggerow, Dorfstraße 29
Telefon: 039996/ 70217 + 70218
Telefax: 039996/ 7 02 16
beggerow@kirchenkreis-demmin.de
http://www.kirchenkreis-demmin.de/index.php?id=242

Trogmühle

Im rechten Torpfeiler am Friedhofseingang ist eine Trogmühle eingemauert. Sie stammt aus der Bronzezeit, als das Korn mithilfe eines Mahlsteins zerrieben wurde. Das Mahlen führte zu einer ovalen Vertiefung im Stein.

Turmhügel

Die Reste der ehemaligen Burg befinden sich in Ortsnähe an der Straße nach Demmin in einer Wiesenniederung. Ein bis zu 6 m breiter Graben, der teilweise Wasser führt, umgibt das 30 mal 40 m große Gelände mit Vorburg und Turmhügel (1000 qm). Der Turmhügel mit steiler Böschung erhebt sich bis zu einer Höhe von 5 m.

Burgberg am Augraben

Die Reste der ehemaligen Burg befinden sich in Ortsnähe an der Straße nach Demmin in einer Wiesenniederung. Hier handelt es sich um eine Seltenheit – eine slawische Höhenburg. Ein bis zu 6 m breiter Graben, der teilweise Wasser führt, umgibt das 30 mal 40 m große Gelände mit Vorburg und Turmhügel (1000 qm). Der Turmhügel mit steiler Böschung erhebt sich bis zu einer Höhe von 5 m.