"Stanicalis Trechowe" wird der Ort 1321 genannt, seit 1455 dann "Wendisch Trechow", ein Hinweis, das hier eine slawische Siedlung lag. Im 16. Jahrhundert wurde "Wendisch" durch "Kurz" ersetzt. Das Schloss mit Küchenhaus steht in Seenähe. Der große Speicher und die Katen in der Dorfstraße weisen auf die ehemalige große Gutsanlage hin.
Freizeitangebote:
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Touristinformation Bützow Markt 1 18246 Bützow |
Mo/Mi/Do 8.00-16.00, Di 8.00-17.30, Fr 8.00-13.00 | fon: 038461 / 5 01 20 fax: 038461 / 5 01 00 mail: info@buetzow.de hp: http://www.buetzow.de |
Die Burg von Kurzen Trechow gehört zu den wenigen erhaltenen Rittersitzen von Mecklenburg-Vorpommern mit Merkmalen der Renaissance aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg. Die Anlage ist ein „Schwesterhaus“ des Schlosses Ulrichshusen, da an den Bauten der gleiche Architekt wirkte. Die Burg ist dreistöckig gebaut: zwei Hauptgeschosse mit Rechteckfenstern und ein Mezzaningeschoss mit Rundbogenfenstern. Geschlossen wird die Burg mit einem hohen Walmdach. Hofseitig liegt ein Anbau mit geschweiftem Giebel. Als Baumaterial sind behauene Granitsteine verwendet worden. Die um 1800 angefertigten aufwendigen Wand- und Deckenmalereien der Innenräume waren von italienischen Künstlern gestaltet worden. Die prunkvolle Ausstattung blieb bis 1945 erhalten. Der alte Familienbesitz enthielt viele Kunst- und Hausratschätze. Diese gingen nach dem 2. Weltkrieg alle verloren. Anhand einer umfangreichen Fotosammlung ist es möglich, die wertvolle Innenarchitektur in den kommenden Jahren wieder entstehen zu lassen. Die Burg befindet sich seit 2004 wieder im Besitz der Nachkommen der Familie von Plessen. Der neue Eigentümer und der Förderkreis „Rettet die Burg Trechow“ haben das Ziel, das einmalige Bauwerk wieder in seiner alten Pracht für die Öffentlichkeit entstehen zu lassen. Jede Spende hilft, die Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten voranzubringen.
Baustil/Bauweise: Renaissance
Kontakt:
Förderkreis "Rettet die Burg Trechow", Christian Schierning
Am Speicher 1
18246 Kurzen Trechow
Telefon: 0172/ 4 51 17 85
Telefax: 038461/ 9 14 44
Von den zahlreichen Wirtschaftsgebäuden der Gutsanlage blieb nur der große Speicher mit Pferdestall erhalten.
Das Wohnhaus am Ende der Dorfstraße ist mit Backstein gemauert und hat an der Traufseite ein Giebeldreieck mit Fachwerk über den Türeingängen.
Baustil/Bauweise: Backstein, Fachwerk
Der Stein war im Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges und zur Erinnerung an Carl Hubertus von Plessen aufgestellt worden. Während eines Fluges mit einem Doppeldecker war Carl Hubertus von Plessen 1918 in Frankreich abgestürzt und dabei umgekommen.
31 t wiegt der große Stein. Er wurde auf der Feldmark bei Kurzen Trechow entdeckt, freigelegt und erhielt den würdigen Platz in Nähe der Burg. Seinen Ursprung hat der Stein in nordischen Ländern. Während der Eiszeit schleppten ihn die großen Gletschermassen nach Mecklenburg. Oft finden wir Geschiebe dieser Größe in den Großsteingräbern wieder. Häufig fielen sie aber auch dem Straßenbau zum Opfer und wurden gesprengt.
Unweit des historischen Schlosses liegt der Trechower See mit einem weiträumigen und gepflegten Badestrand.
Zwischen Kurzen Trechow und Bernitt verläuft der befestigte Radwanderweg zeitweilig auf leichten Höhen, die einen weiten Blick in die umgebende Landschaft ermöglichen. An einigen Abschnitten des Weges wurden junge Lindenbäume gepflanzt.