Um 1230 siedelten sich hier Deutsche an, die aus westfälischen, holsteinischen oder niedersächsischen Gebieten kamen. Sie gründeten ortsmittig einen einfachen Kirchenbau. Diesen umgaben die Hofstellen. "Hagen" bedeutet, dass hier Wald gerodet werden musste, um die Siedlerstellen einzurichten. Eine erste schriftliche Nennung des Ortes stammt von 1398. Die ersten Grundherren waren die von Adrum (auch Aderm, Adramb) mit ihrem Hauptsitz im benachbarten Ort Zierstorf. Mit dem Erwerb des Besitzes durch Amtmann Hennings beginnt sich die Lage der Bauern zu verschlechtern. Erst als die von Hessenstein den Besitz erwerben und eine Kommission unter Beteiligung des Domänenrates Pogge zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gebildet wurde, änderte sich auch die Situation der Bauern. In Warnkenhagen wurde die Gutswirtschaft eingeführt. Für die Bauern entsteht eine neue Siedlung – Hessenstein.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Der Chor mit Feldsteinsockel aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts ist der älteste Teil der Kirche. Das Kirchenschiff stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der quadratische Westturm weist in den oberen Geschossen auffallenden Blendenschmuck auf, das westliche Turmportal ist spitzbogig ausgeführt. Ein älteres Portal befindet sich in der Turmhalle. Der Altaraufsatz mit korinthischen Säulen auf hohen Sockeln enthält wertvolle Gemälde (1784).
Baustil/Bauweise: Backstein, Gotik
Öffnungszeiten:
Kirchenschlüssel: Familie Becker, Dorfstraße 10
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Thürkow-Warnkenhagen, Pastor Udo Wesch
17168 Thürkow, Kirchsteig 4
Telefon: 039975/ 7 02 01
Telefax: 039975/ 7 58 30
thuerkow-warnkenhagen@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/thuerkow-warnkenhagen.html
In einer kleinen Nische an der Südseite der Kirche befindet sich ein verwitterter Sandstein mit Wappen.
Der Fachwerkbau von 1830 hat an der Vorderfront einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel. Gartenseitig sind zwei Anbauten angefügt. Seit 1994 ist das Pfarrhaus verkauft (Wohnungen).
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Die Scheune, ein langgestreckter Fachwerkbau, ist mit Rohr gedeckt. Sie erinnert an Zeiten, als die Pastoren neben ihrer geistlichen Tätigkeit auch Landwirtschaft betrieben.
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Eine erste Gutsanlage war von Hennings errichtet worden, der von 1785 bis 1798 das Gut bewirtschaftete. Als die von Hessenstein in den Besitz gelangten, wurde ein neuer Hof gegründet. Die Katen der Gutsarbeiter wurden auf dem Gelände des ehemaligen Hofes gebaut. 1828 kauft Domänenrat Carl Pogge Warnkenhagen. Johann Pogge verpachtet das Gut dann an Wilhelm Müller, der eine erfolgreiche Merino-Schafzucht betrieb. Als letzter Besitzer (1922-1945) sei Fritz Möller genannt, da unter seiner Leitung das Gut wirtschaftlich erstarkte und selbst die Agrarkrise überstand. Das 1831 erbaute Gutshaus ist im Laufe der Zeit baulich verändert worden.
Eine große gepflegte Wiesenfläche erstreckt sich an einem Hang gelegen hinter dem Gutshaus. In der Senke liegt ein Kleingewässer. Der Baumbestand in dem gepflegten Park ist gering. Sehenswert ist die alte Rotbuche mit weit ausladender Krone und tief herabhängenden Zweigen.