Der Ort wurde 1216 erstmals unter der Bezeichnung "Villa Walek" aufgeführt. Weitere Bezeichnungen waren Villa Walis, später Walkendorfe. Erklärt wird der Name als Dorf der Walek. Ursprünglich als Bauerndorf angelegt und dem Kloster Dargun gehörend, entstehen hier später gutsdörfliche Strukturen, als die Familie von Moltke Besitzer wurde. 1831 wurde das Gut an den Gutsbesitzer Peters verkauft. Von 1859 bis 1945 besitzt die Familie von Bassewitz Walkendorf. Nach 1945 entstand ein Volkseigenes Gut. Die Akademie der Landwirtschaftswissenschaften unterhielt hier einige Jahre eine Versuchsstation. 1999 wurde das Gut Walkendorf privatisiert. Der Förderverein der Heimat- und Kulturpflege im nördlichen Landkreis Güstrow e.V. setzt sich seit Jahren beispielhaft für die Erhaltung der historischen Gebäude auf dem Walkendorfer Anger und die kulturelle Belebung der Region ein.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Der turmlose Kirchenbau hat einen in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten Backsteinsaal. Die Fenster sind spitzbogig und schlicht. Die an der Südwand befindliche Priesterpforte schmücken profilierte Gewände. Im neugotischen Stil zeigen sich die West- und die Südvorhalle. Die Wand- und Gewölbemalereien stammen von 1370/1380 und bilden Themen aus dem Alten und Neuen Testament ab. Eine figurenreiche Kreuzigungsszene zeigt der Schnitzaltar aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Außenseiten sind mit Tafelbildern, vermutlich von 1709, gestaltet. Die Patronatsempore ist über 200 Jahre alt. Der Kirchenraum zeichnet sich durch Helligkeit und eine gute Akustik aus.
Baustil/Bauweise: Frühgotik, Neugotik, Backstein
Öffnungszeiten:
Gottesdienste finden 14tägig statt. Im Sommer ist die Kirche einige Stunden geöffnet.
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Basse, Pastor Stefan Haack
17179 Basse, Haus Nr. 5
Telefon: 039972/ 5 12 53
Telefax: 039972/ 5 12 53
basse@kirchenkreis-guestrow.de
http://www.kirchenkreis-guestrow.de/basse_walkendorf_behren-luebchin.html
Die Linde auf dem Friedhof kann ein Alter von 400 bis 500 Jahren haben. Ihr Umfang hat die stattliche Größe von 9,49 m. Neben dem Baum sind zwei Glocken in einem überdachten Holzgestell untergebracht. Daher rührt die Bezeichnung "Glockenlinde".
Das Pfarrhaus im neugotischen Stil dient zur Zeit nicht dem zuständigen Pastor als Wohnhaus. Ein Teil des Hauses wird vermietet. Im Pfarrgarten stehen alte Bäume, unter anderem große Zedern.
Baustil/Bauweise: Neugotik
Wenn die alten Kastanien im Mai erblühen, sieht der Walkendorfer Anger besonders schön aus.
Erwähnt wurde das an einer wichtigen Verbindungsstraße gelegene Gebäude schon 1662. Zu dieser Zeit waren hier die Schmiede mit Krug und Beherbergungen untergebracht. Durch den Einsatz der Mitglieder des Fördervereins konnte das wertvolle Gebäude 1994 nach denkmalpflegerischen und ökologischen Kriterien saniert werden. Kreative und meditative Kurse, Workshops, Seminare, Ausstellungen, Gesprächsrunden sowie Übernachtungsmöglichkeiten gehören zu den Angeboten.
Öffnungszeiten:
das ganze Jahr über nach telefonischer Absprache
Kontakt:
Förderverein der Heimat- und Kulturpflege im nördlichen Landkreis Güstrow e.V.
Dorfstraße 6
17179 Walkendorf
Telefon: 039972/ 5 61 92
Telefax: 039972/ 5 12 29
dr_h.brekenfeld@web.de
http://www.ausspanne-walkendorf.de
Seit dem Frühjahr 2005 hat der Förderverein unter Leitung von Frau Dr. Brekenfeld ein weiteres Projekt verwirklicht. Im restaurierten Fachwerkkaten am Walkendorfer Anger ist ein Museum eröffnet worden, das dem Leben und Wirken Richard Wossidlos (1859–1939) gewidmet ist. Der Warener Gymnasialprofessor und Begründer der mecklenburgischen Volkskunde bereiste von 1883 bis 1939 fast alle mecklenburgischen Orte, um Sprachformen, Bräuche und Lebensweisen zu erkunden. Auf mehr als zwei Millionen Zetteln hatte er Sprüche, Redensarten und Begriffe in einer Zettelwand, bestehend aus hunderten von Schubkästen, gesammelt. Diese bildeten die Grundlage für die Herausgabe des siebenbändigen mecklenburgischen Wörterbuches. Der Nachlass Richard Wossidlos wird am Institut für Vokskunde (Wossidlo-Archiv) in Rostock aufbewahrt und wissenschaftlich betreut. Die museale Aufarbeitung des Schaffens von Richard Wossidlo schließt somit eine Lücke in der Bekanntmachung mecklenburgischer Kulturgeschichte. Vorgestellt werden im Katen auch eine geschichtliche Beschreibung des Gebietes mit Bezug auf die Familie von Moltke und die Beschreibung der Waldglas- und Ziegeleiherstellung.
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Öffnungszeiten:
das ganze Jahr über nach telefonischer Absprache
Kontakt:
Förderverein der Heimat- und Kulturpflege im nördlichen Landkreis Güstrow e.V.
Dorfstraße 7
17179 Walkendorf
Telefon: 039972/ 5 61 92
Telefax: 039972/ 5 12 30
dr_h.brekenfeld@web.de
http://www.ausspanne-walkendorf.de
Im Museum befindet sich eine Nachbildung der Zettelkastenwand von Richard Wossidlo.
Kontakt:
Förderverein der Heimat- und Kulturpflege im nördlichen Landkreis Güstrow e.V.
Dorfstraße 7
17179 Walkendorf
Telefon: 039972/ 5 61 92
Telefax: 039972/ 5 12 30
dr_h.brekenfeld@web.de
http://www.ausspanne-walkendorf.de
Auf dem Anger steht auch die ehemalige Schule von Walkendorf, ein Fachwerkbau.
Baustil/Bauweise: Fachwerk
Zwischen 1938 und 1940 ließ Georg von Bassewitz den langgezogenen Klinkerbau mit Walmdach errichten. Das Haus liegt außerhalb des Ortes an einem See und ist von einer leicht hügeligen abwechslungsreichen Landschaft umgeben. Ein gepflegter Park gehört zum Ensemble. Mit dem Erwerb des Gutes Walkendorf ließ der Eigentümer 1999 im Gutshaus geräumige Ferienwohnungen einrichten. Auf den Weiden des Landwirtschaftsbetriebes werden verschiedene Rinder-Rassen nach Prinzipien des ökologischen Landbaus gehalten.
Kontakt:
Ferienhof Marth
Kastanienallee 13
17179 Walkendorf
Telefon: 039972/ 5 00 70
Telefax: 039972/ 5 12 57
FerienhofMarth@t-online.de
Die Parkanlage am Walkendorfer Gutshaus liegt an einem Hang zum See und ist von alten Bäumen bestanden.
Die Streuobstwiesen gehören zum ökologischen Landbaubetrieb.
Von der Terrasse am Walkendorfer Gutshaus hat der Besucher einen weiten Blick über eine Niederung mit Weidengebüschen.
Ein Wanderweg führt am Weg zum Ferienhof vorbei. Dieser ist mit kräftigen Fliederbüschen bestanden, die während der Blüte stark duften.
Es kann vermutet werden, dass es in Walkendorf eine Wassermühle gab, als sich der Ort in Darguner Klosterbesitz befand. 1535 wurde mitgeteilt, dass diese eingegangen sei. Im 18. Jahrhundert stand in Walkendorf eine Bockwindmühle. Diese brannte ab. Für den Bau einer neuen Mühle im Jahr 1932 ließ der Müller das Fachwerk einer Holländermühle aus Retgendorf/Schwerin holen. In der Galerieholländer-Mühle wurde bis um 1980 gearbeitet. 1986 sollte diese nach Berlin-Marzahn umziehen. Der Plan konnte durch den Einsatz der Gemeinde verhindert werden. Jetzt ist eine erneute Rettungsakion angesagt, denn die Mühle wird nicht genutzt und verfällt.