Die Ortschaft wurde 1247 erstmals erwähnt. Bis 1819 war Tessenow ein Bauerndorf, dann gehörte es zu den Besitzungen von Bülow und Schorssow. 1891 kaufte Hans von Bassewitz das Gut. Der Ort liegt nördlich des Malchiner Sees auf einem Höhenzug in reizvoller Lage mit weiten Blicken in die Landschaft.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Das um 1840 erbaute Gutshaus verfiel um 1976 recht schnell, nachdem der letzte Bewohner ausgezogen war. Das Gutshaus diente früher als Witwen- oder als Urlaubssitz. 1943 waren hier Kinder untergebracht (Kinder-Landverschickung) und 1945 bezog eine russische Kommandantur in dem Gebäude Quartier. Nachfolgend zogen Flüchtlinge ein, die zuvor in den Tessenower Katen untergekommen waren. Heute stehen noch zwei Wirtschaftsgebäude von 1914. Gegenüber liegt der verwilderte Park mit altem Baumbestand. Eine restaurierte Kopfsteinpflasterstraße führt an dem ehemaligen Gutsgelände vorbei. Von dieser gibt es einen schönen Blick in die Landschaft des Malchiner Beckens.
An den Giebeln der Wirtschaftsgebäude sind heute noch Texte militärischen Inhaltes erhalten, die während des halbjährigen Aufenthaltes der russischen Kommandantur angebracht wurden. Ein Text lautet: "Jeder Kämpfer sollte über seine Waffen bis zur Vollkommenheit Bescheid wissen, sie ausgezeichnet beherrschen und ihre Kampfbereitschaft beständig erhalten." (aus dem Kampfstatut der Infanterietruppen). Auf der zweiten Giebelwand ist der Text des Militäreides aufgezeichnet.
Die Katen des ehemaligen Gutshofes Tessenow stehen als externe Siedlung am Weg nach Grube und liegen landschaftlich reizvoll auf den Höhenrücken der Mecklenburgischen Schweiz. Sie werden als Wohnungen und Wochenendsitze genutzt.
Das Sprossenfenster des Katens ist von viel Grün umgeben. Dieser Platz strahlt Ruhe aus.
Zu den Katen-Wohnungen gehören kleine reizvolle Gärten. Als hier noch die Gutsarbeiter lebten, wurde auf den Flächen Gemüse angebaut. Jetzt schmücken Stauden und Sommerblumen die Gärten.
An dem Weg von Carlshof nach Bristow (Radwanderweg Schlössertour) stehen alte Kastanien und Stieleichen, gelegentlich ist der Weg mit Kopfsteinen gepflastert. An vielen Stellen bieten sich Blicke in die Landschaft mit dem Malchiner Becken und den begleitenden Höhenzügen.
Links und rechts des Wanderweges wechseln die Landschaftsbilder. Südlich des Weges liegen das Malchiner Becken, nördlich die Hügel der Mecklenburger Schweiz.
Am Wanderweg nach Grube, einem ebenso stillen und verträumten Ort wie Tessenow, befindet sich eine kleine Sitzgruppe und lädt zum Ausruhen ein.