Ein Beispiel ländlicher Architektur ist die sehenswerte Dorfanlage von Neu Quitzenow. Sie war nach Plänen von Paul Korff (1875-1945), Architekt in Laage, entworfen und um 1930 gebaut worden. Die einstöckigen Siedlerhäuser vereinen den Wohn- und den Stall-Scheunenteil unter einem Dach. Von Neu Quitzenow führt ein Wanderweg in das Trebeltal zu einem Aussichtsturm.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Die Siedlerhäuser von Neu Quitzenow mit dem schmückenden Fachwerk am Giebel haben ihre ursprünglichen Formen beibehalten. Die Siedlung ist auf Grund der klaren Gestaltung und erhaltenen typischen Siedlerhäuser sehenswert.
Baustil/Bauweise: Backstein, Fachwerk
Die Häuser sind von großen Gärten umgeben.
Nördlich der Ortschaft liegen die beiden bronzezeitlichen Hügelgräber mit einer Höhe von 8 Metern. Sie zählen zu den ansehnlichsten von Mecklenburg. Einst standen hier 32 kleinere Hügelgräber, die aber schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch ackerbauliche Maßnahmen und Steinentnahmen zerstört wurden. Weitere Erläuterungen sind auf den Informationstafeln an den Grabanlagen zu finden.
Das großflächige Naturschutzgebiet mit 835 ha umfasst den natürlichen Verlauf der Trebel mit zahlreichen Gräben. Die Landschaft entstand während der Abschmelzprozesse nach der letzten Eiszeit, als sich hier eine der breitesten und längsten Abflussbahnen gebildet hatte. Genutzt wurde das Gebiet als Weide- und Wiesenland. Torf wurde bis zum 20. Jahrhundert gestochen. Über die Trebel und die Peene bestand eine Wasserstraßenverbindung bis nach Stettin. 1950 setzten mit dem Bau des Trebelkanales Meliorationsmaßnahmen ein, die eine Intensivierung der Flächennutzung nach sich zogen und natürlich vorkommende Lebensräume zerstörten. 1995 begannen Wiedervernässungsmaßnahmen, die sich positiv auf die Torf bildende Vegetation auswirken. Im Gebiet kommen Kranich und andere seltene Vogelarten vor. Auch Biber und Fischotter haben hier wieder einen Lebensraum gefunden. In das Trebeltal gelangt man von Alt Quitzenow entlang der Warbel auf einem Landweg. Beobachtungen sind von einem Aussichtsturm bei Neu Quitzenow möglich.