Im Jahr 1992 konnte der kleine Ort mit ca. 50 Einwohnern sein 650jähriges Bestehen feiern. Mieckow kann als "Ort des Mika" gedeutet werden. Mit "Mike" wurden die Priester der Prove aus Oldenburg bezeichnet, die möglicherweise während der deutschen Ostexpansion hier tätig wurden. Über Jahrhunderte betrieben Mitglieder der Familie von Zepelin die Landwirtschaft auf dem Mieckower Gut, vorerst als Pacht. 1803 kauft Friedrich von Zepelin das Gut. Dieses bleibt bis 1945 Besitz der Zepelin-Familie. 1944 kamen über 70 Flüchtlinge und lebten im Gutshaus und in den Scheunen. Als ein Jahr später die Sowjetische Armee in das Dorf kommt, leiden die Menschen unter der Besatzungsmacht. Das Gutshaus und der Park blieben aus dieser Zeit erhalten.
Sehenswertes:
| Information | ||
| Anschrift: | Öffnungszeiten: | Kontakt: |
| Tourist-Information Teterow Markt 9 17166 Teterow |
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr | fon: 03996/ 17 20 28 fax: 03996/ 18 77 95 mail: tourist-info@teterow.de hp: http://www.teterow.de |
Nachdem Carl von Zepelin das Gut Mieckow übernimmt, wird dieses Hauptgut. Ein Jahr später, 1848, wird ein neues Gutshaus gebaut. Es folgen der Bau eines Wirtschaftsgebäudes und einer Scheune. Das Gutshaus, ein roter zweistöckiger Backsteinbau auf Feldsteinsockel, hat hofseitig eine gegliederte Fassade mit zwei Seitenrisaliten und einem Mittelrisalit, die parkseitige Fassade weist zwei Seitenrisalite auf. Über die breiten Fenster der Risalite sind schmale Blenden gelegt. Das Mieckower Gutshaus, ein einfacher klassizistischer Bau, ist seit seiner Erbauungszeit wenig verändert worden.
Baustil/Bauweise: Backstein, Feldstein, Klassizismus
Der Gutshausvorplatz ist mit Rotdorn, Ranunkelsträuchern, Mahonien und Rosen bepflanzt.
Für den hohen Feldsteinsockel am Gutshaus von Mieckow sind große geschlagene Gesteine verwendet worden.
An das Gutshaus schließt ein Park mit altem Baumbestand (Rotbuchen, Stieleichen, Ulmen, Spitzahorn, Eibe, Rotblühende Kastanie). In den Teich ragt eine kleine leicht erhöhte Halbinsel.
Der Wanderweg führt in die Höhen der Heidberge und erlaubt weite Blicke in die Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz.