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Klein Markow

Von Klenz führt eine schmale Straße mit weiten Ausblicken in die Teterower Beckenlandschaft nach Klein Markow. 1314 wurde der kleine Ort in einer Urkunde über die Teilung des Landes Kaland erstmals erwähnt. Erhalten blieben die Erdwälle einer frühdeutschen Burganlage. Gegenüber dieser Anlage steht ein Rundbau - ein Göpelwerk. Über 400 Jahre besaßen die von Levetzows Klein Markow. Zum Ende des 18. Jahrhunderts gelangt der Ort in den Besitz des Friedrich II. von Hahn. Der wissenschaftlich interessierte von Hahn lebte in Remplin. 1816 kaufte der Geheime Finanzrat Israel Jacobsen Klenz, Gehmkendorf und Klein Markow. Johann Jacobsen war ein Jude und es war nur durch die kurz währende Gleichstellung der Juden von 1813 bis 1817 möglich, Besitz zu erwerben. Doch er war nicht nur Gutsbesitzer. Jacobsen kämpfte für eine Reformation des jüdischen Gottesdienstes und setzte sich für die Bildung von armen jüdischen Knaben ein, indem er in Seesen/Harz eine Schule gründete, die hohe Anerkennung fand. Während seines Lebens erhielt er viele Ehrungen. Seine Nachfahren übernahmen später die Besitzungen (1828 bis 1872). Der folgende Gutsherr Carl Friedrich Jasper von Treuenfels war ein geschäftstüchtiger Landwirt. Um die Schwierigkeiten bei der Vermarktung von Getreide zu vermindern, beteiligte er sich finanziell beim Bau einer Brigg „Carl von Treuenfels“, die für Getreidetransporte vorgesehen war. Diese Möglichkeit nutzten auch andere mecklenburgische Gutsbesitzer im 19. Jahrhundert. Das Grabmal der Agnes von Treuenfels liegt in den Klein Markower Tannen. 1998 schloss die Versuchsstation der Universität Rostock die Aussenstelle von Klein Markow. 39 Jahre war hier auf dem Gebiet der Acker- und Grünlandforschung gearbeitet worden.

Sehenswertes:

  • Göpelwerk

Information
Anschrift: Öffnungszeiten: Kontakt:
Tourist-Information Teterow
Markt 9
17166 Teterow
Mai–September Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Juli-August auch Sa 10.00-13.00 Uhr, Oktober-April Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr fon: 03996/ 17 20 28
fax: 03996/ 18 77 95
mail: tourist-info@teterow.de
hp: http://www.teterow.de

Göpelwerk

Das Göpelwerk in dem strohgedeckten Fachwerk-Rundbau förderte Wasser aus der Peene zum Tränken der Tiere.

Turmhügelburg

Die bereits aus slawischer Zeit vorhandene Anlage wurde vermutlich in frühdeutscher Zeit in einzelne Hügel aufgeteilt. Die Turmhügelburg diente vermutlich zur Sicherung des Überganges durch die feuchte Peene-Niederung. Die Gräben und Wälle der großen Anlage sind noch gut erhalten.

Grabmal

Agnes von Treuenfels war die erste Ehefrau des Carl von Treuenfels. Ihre Leidenschaft, das Reiten, wurde ihr zum Verhängnis. Bei einem Ausritt in den Klein Markower Tannen verunglückte sie tödlich. An dieser Stelle wurde das Grabmal gesetzt.

Peene

Die Peene, hier noch ein Bach, fließt in die Peene-Niederung, von dort durch den Malchiner und Kummerower See, bis sie als schiffbarer Fluss im Oderhaff mündet.