Das Rittergeschlecht von Osten kam im Zuge der deutschen Besiedlung nach Mecklenburg. Im Zusammenhang mit der Nennung von Karstorf wurde der Ritter Henning von Osten 1427 erwähnt. Dieses Rittergeschlecht hält sich über Jahrhunderte in Karstorf. Berichtet wird, dass der letzte Vertreter, Johann Dietrich von Osten, sehr brutal gewesen sein soll. Die Burgruine im Ort erinnert an die längst vergangenen Zeiten. Ein noch vorhandenes Dokument behandelt einen Vertrag zur Verpachtung einer Glashütte bei Karstorf. Am Ende des 18. Jahrhunderts besitzt für nur drei Jahre J. H. von Müller das Gut. 1791 erwirbt Hans Freiherr von Labes (später Graf Hans von Schlitz) Karstorf, dass seit 1817 als Pertinenz geführt wurde. Sein Schwiegersohn Heinrich von Bassewitz kauft die in Konkurs geratene Burg Schlitz mit Karstorf 1831. In dieser Zeit wurde der Marstall errichtet. Einhundert Jahre später erwirbt Emil Georg Stauss die Besitztümer.
Sehenswertes:
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Die ehemalige Burganlage ist unterhalb des Schlosses im Parkgelände zu finden. 1709 brannte die Wasserburg völlig ab. Johann Dietrich von Osten errichtete sie wieder. Die 1791 entdeckte Folterkammer mit Gebeinen bewies die Grausamkeit des Ritters. Dieser wurde 1762 zum Klosterhauptmann des Klosters Dobbertin gewählt. Sechs Jahre später endete seine Karriere. Ihm wurde Betrügerei vorgeworfen und er wird nach einer steckbrieflichen Suche des Landes verwiesen. Als Freiherr von Labes, später Graf von Schlitz genannt, in Karstorf bauliche Veränderungen vornahm, ließ er die Burg zum großen Teil abtragen.